In Wattens ist alles für ein Fußballfest angerichtet

Im ultimativen Westliga-Schlager zwischen Wattens und Austria Salzburg soll König Fußball heute (16 Uhr) die Hauptrolle spielen.

Von Alex Gruber

Wattens –Genug der Hochsicherheitsspiele und etwaigen Bedrohungsszenarien, die die Fans von Austria Salzburg auslösen könnten. Seitens des WSG-Vorstandes legt man vor dem Gipfeltreffen mit dem violetten Traditionsklub aus der Mozartstadt und seiner Anhängerschaft eine ganz andere Platte auf: „Wir begegnen der Sache offensiv positiv und freuen uns auf die Fans. Es hat in Schwaz und Kufstein keine Probleme gegeben, bei uns das letzte Mal auch nicht. Wir wollen ein Fußballfest feiern“, heißt WSG-Vorstandsmitglied Stefan Lindner nach getaner Sicherheitsbesprechung alle Zuseher im Gernot-Langes-Stadion willkommen. Das gleichzeitige Wacker-Gastspiel bei den Bullen in Salzburg minimiert die Gefahr.

Der Blick wird bei der WSG Wattens lieber dem Wesentlichen zugewendet. Und das findet in der 14. Runde vornehmlich am grünen Rasen statt. Mit einem Heimsieg könnten die Tiroler an Punkten gleichziehen, das Titelduell wäre im Finish der Herbstmeisterschaft wieder vollends offen. „Wir haben vor kurzer Zeit aber auch gesehen, dass es im Leben Wichtigeres gibt, als ein Spitzenspiel zu gewinnen“, spielt Wattens-Coach Thommy Silberberger auf den tragischen Herztod von Sportchef Robert Auer an. Aber vielleicht lässt sich in steten Gedanken an den „Robi“ ja auch Kraft schöpfen. „Wenn wir alles abrufen, können wir sie in die Knie zwingen“, führt Silberberger aus, bevor er nach der Videoanalyse näher ins Detail geht: „Man darf sie nicht klein klein spielen lassen, muss präsent sein, die Räume eng machen und schnell umschalten. Den Onisiwo am rechten Flügel müssen wir sofort doppeln, denn der ist lebensgefährlich“, kennt er die Waffen der Mozartstädter, die er im 3-4-1-2-System erwartet. Und genau in die offenen Flächen dieses taktischen Mantels sollen Markus Obernosterer, Simon Zangerl und Co. auch schmerzhaft den Finger legen. Dass der gesperrte Abwehrchef Martin Svejnoha ausgerechnet im Spitzenspiel fehlt, lässt sich nicht ändern. Schön, so sind sich alle in der WSG-Familie einig, wäre es aber, wenn die Stimmung nicht nur aus dem Salzburger Gästesektor, sondern auch von der Heim-Tribüne erschallt. „1500 Zuseher wären ein Traum“, sagt Silberberger.

FC Kufstein: Die Festungsstädter spielten nach dem Derbysieg über Schwaz gestern in Dornbirn vor. Bräutigam Markus Unterrainer (heiratet heute kirchlich) zeigte sich beflügelt, netzte nach zwei Minuten zur Führung ein. „Das Heiraten tut ihm sichtlich gut“, feixte Trainer Gregor Hanel nach Schlusspfiff. Dank 2:1-Auswärtssieg im Ländle war die Stimmung ausgelassen, die Kufsteiner arbeiten sich sportlich nach vorne. Hanel versprach: „Die Rückfahrt wird die vorgezogene Hochzeitsfeier!“

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