Tram-Station für Peerhöfe umgeplant

Nach anhaltender Kritik seitens der Anrainer soll die neue Endhaltestelle der Regionalbahn von der Siedlung abgerückt werden.

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Mit einem überraschenden Akt wartet die Tagesordnung der für Mittwoch anberaumten Sitzung des Innsbrucker Stadtsenats auf. Demnach soll die Endhaltestelle des Straßen- und Regionalbahnprojektes in der Peerhofsiedlung im Westen der Stadt doch noch umgeplant werden.

Wie berichtet, hatten die erst kürzlich in einer Bürgerinformation detailliert vorgestellten Pläne der Innsbrucker Verkehrsbetriebe für Unmut unter einigen Bewohnern der Siedlung gesorgt. Schon zuvor war eine Unterschriftenaktion gegen die Führung der Tram-Trasse in der Siedlung kursiert. Der Wegfall von Parkplätzen und ebenso auch von Bäumen wurden kritisiert – in Summe befürchtet man eine Minderung der Lebensqualität in den Peerhöfen.

Die Kritik scheint nun aber teilweise auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) bestätigt gegenüber der TT die Abänderungspläne für die Endhaltestelle: „Die Haltestelle soll nicht mehr unmittelbar in dem Wohngebiet situiertwerden.“ In einer nun vorliegenden Grobplanung soll die Tram-Station in etwa um eine Haltestellenlänge aus der Siedlung in Richtung des jetzigen Straßenkreisels herausgerückt werden. „Wir wollen auf die Bedenken der Anrainer eingehen und eine Lösung, die für alle den größten Nutzen bringt“, sagt Oppitz-Plörer. Die dadurch entstehenden betrieblichen Nachteile für die IVB hielten sich „im Rahmen“. Die Trasse in die Peerhöfe selbst werde aber „nicht geändert“, argumentiert Oppitz-Plörer. Der geforderte Tram-Ersatz via Bus-Shuttle entspreche nicht der Qualität eines modernen Öffi-Fahrkomforts.


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