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Regierungspartei Bangladesch gewann mit Zweidrittel-Mehrheit

Die Wahl am Sonntag wurde von schweren Unruhen überschattet. Der Sieg der Awami-Liga stand bereits im Vorfeld fest, nachdem die Opposition die Parlamentswahl boykottiert hatte.

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Dhaka – Bei der Parlamentswahl in Bangladesch hat die regierende Awami-Liga mehr als Zweidrittel aller Mandate gewonnen. Der Sieg der Partei von Ministerpräsidentin Scheich Hasina stand wegen eines Boykotts der Abstimmung durch die wichtigsten Oppositionsparteien bereits im Voraus fest. Insgesamt verfügt die Regierungspartei nun über 232 der insgesamt 300 Mandate.

127 von ihnen fielen aufgrund des Boykottaufrufs von 21 oppositionellen Parteien - darunter die nationalistische BNP - bereits vor dem Urnengang an die Awami-Liga. Am Wahltag konnte die Regierungspartei weitere 105 Sitze dazugewinnen. Angesichts der Gewalt und Boykottaufrufe war die Beteiligung niedrig, wie ein Sprecher der Wahlleitung sagte.

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Die Wahl war von zahlreichen Gewalttaten überschattet worden. Dabei wurden allein am Sonntag 18 Menschen getötet. Polizisten eröffneten unter anderem das Feuer auf tausende Demonstranten, die Wahllokale angriffen, mehr als 200 Wahllokale im ganzen Land in Brand setzten und Stimmzettel verbrannten.

Hintergrund der Gewalt ist ein erbitterter Machtkampf zwischen BNP-Chefin Khaleda Zia und Hasina. Beide Politikerinnen bestimmen seit mehr als 20 Jahren die Geschicke des verarmten Landes in Südostasien, das als Niedriglohn-Land eine Schlüsselrolle für die weltweite Textilindustrie spielt. (APA/Reuters/dpa)


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