Kaufhaus Lienz: Startschuss ist nicht mehr aufzuhalten

Das Projekt biegt in die Zielgerade ein. In den nächsten Tagen erfolgt die Ausschreibung zur Bauverhandlung. Der Termin ist Anfang Februar.

Von Claudia Funder

Lienz –Wiederholte Anläufe in Sachen Kaufhaus Lienz waren in den letzten Jahren fast schon die Regel. Immer wieder spießte es sich zu und der Fahrplan wurde eingebremst. Das Vorhaben wurde mehrfach umgeplant, verzögert und in die Warteschleife verbannt. Mittlerweile sind die kritischen Stimmen zum kontroversiell diskutierten Projekt weniger geworden. Viele Osttiroler sind nur davon genervt, dass noch immer keine Bagger aufgefahren sind.

Nun sind letzte Hürden beseitigt und es scheint tatsächlich alles auf Schiene zu kommen. „Im Dezember wurde noch einmal eine Bebauungsplanstellungnahme einer Lienzer Familie abgewiesen und vom Gemeinderat beschlossen, den Beschluss aufrechtzuerhalten“, erklärt BM Elisabeth Blanik. In einer letzten Feinheit ging es nun noch um die parzellenscharfe Abgrenzung des Grundstückes. Am Freitag flatterte auch dieses erforderliche Schriftstück ein. „Nun liegt alles vor. In den nächsten Tagen erfolgt die Ausschreibung zur Bauverhandlung“, bestätigt Blanik auf Nachfrage der TT den nächsten wichtigen Schritt und betont, dass der Termin in der ersten oder zweiten Februarwoche anberaumt wird. Auf die Verhandlung folgt der Baubescheid, der wiederum beeinsprucht werden könnte.

„Alle formalen Voraussetzungen für die Ausschreibung zur Bauverhandlung sind nun erfüllt“, freut sich Bernhard Pöll, Geschäftsführer der ICM Baumanagement GmbH. Durch den letzten Einspruch sei erneut viel Zeit verloren gegangen. „Das Verfahren hat uns drei Monate gekostet.“ Pöll rechnet auch diesmal mit Einsprüchen, da es diese bisher bei jedem Verfahren des Projektes gegeben habe.

„Sollte es keinen Einspruch geben, könnten wir nach Abwarten der Rechtskraftfrist bereits im März mit dem Bau starten“, so Pöll zur Optimalvariante. Samt Einsprüchen werde es vermutlich Mai werden, bis die Bagger auf dem Areal auffahren können.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Trotz unverhallter Kritik von einigen Seiten: Aufzuhalten ist das Projekt mit Ge-samtinvestitionskosten von gut 50 Mio. Euro kaum mehr. „Alles ist so wasserdicht konzipiert, dass es objektiv positiv zu bewerten ist“, erklärt Pöll. Das Kaufhaus Lienz könne, so der ICM-Geschäftsführer, noch geringfügig verzögert, aber nicht mehr verhindert werden.

Nach zwei Jahren Bauzeit könnte das Kaufhaus Lienz im März 2016 eröffnet werden. Pöll: „Dieser Termin wäre ideal und ist schaffbar.“

„Wir haben Stein um Stein aus dem Weg geräumt“, betont Blanik. „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir die Großfläche in und nicht außerhalb der Stadt brauchen.“

90 Prozent der Kundenfläche sind bereits vermietet. „Sobald wir Rechtssicherheit haben, werden wir die genaue Terminschiene bekannt geben und die Ankermieter präsentieren“, ergänzt Pöll.


Kommentieren


Schlagworte