Wirtschaft geht verhalten optimistisch ins neue Jahr

Beim traditionellen Neujahrsempfang in der Wirtschaftskammer schworen sich die Mitglieder auf die neuen Herausforderungen ein.

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Sehen und gesehen werden – beim Neujahrsempfang der Kitzbüheler Wirtschaftskammer waren kürzlich die Mitglieder wieder stark vertreten. Neben der Ansprache von Bezirkskammerobmann Klaus Lackner und den Interviews mit Kammerpräsident Jürgen Bodenseer und Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf stand vor allem der gesellschaftliche Austausch im Mittelpunkt.

Von verhaltenem Optimismus in der Wirtschaft sprach Klaus Lackner für das begonnene Jahr. „Es war ein gutes Jahr 2013 und auch für das heurige Jahr ist ein leichter Anstieg zu erwarten“, sagt Lackner. Ebenso traditionell wie der Empfang ist auch die Forderung Lackners nach einer Umfahrung für Kitzbühel, die er in seiner Ansprache auch heuer wieder forderte. Aber er konnte dazu auch etwas Positives berichten. „Es laufen derzeit die Erkundungen für zwei mögliche Varianten. Das Land Tirol arbeitet wirklich ernsthaft daran, diese Umfahrung umzusetzten. Leider waren meine Forderungen, unwichtigere Projekte wie etwa Ellmau nach hinten zu reihen, nicht erfolgreich“, erklärt Lackner. Er fordert auch, die Umfahrung Kitzbühel nicht als einzelne Maßnahme zu sehen. „Hier ist aber das Nadelöhr, ist dieses entschärft, müssen auch Entlastungen für andere Gemeinden folgen“, sagt Lackner.

Erfreut zeigt sich Lackner, dass dem Wunsch der Wirtschaft im Bezirk Rechnung getragen wurde und eine Informations-Technik-Ausbildung in Kitzbühel angesiedelt wird. Mit dem Schuljahr 2014/15 werden die ersten Schüler die IT-HAK in Kitzbühel besuchen.

Ein Schwerpunkt für das heurige Jahr ist ein grenzüberschreitendes Projekt zur Stärkung der Wirtschaft im Kaiserwinkel. „Hier wird es in den kommenden Monaten Gespräche mit den Unternehmern in Kössen, der Gemeinde und dem Tourismusverband geben“, kündigt Lackner an. Die Grenznähe der Region soll zu einem Vorteil werden. Gedacht ist ein grenzüberschreitendes Tourismusprojekt, welches bei Euregio eingereicht werden soll.

Einer der Höhepunkte des Abends war die Verleihung der „Nägel mit Köpfen“ für Personen und Unternehmen, die sich im vergangenen Jahr um die Wirtschaft im Bezirk Kitzbühel verdient gemacht haben. Diese Auszeichnungen gingen heuer an die Unternehmen Kienpointner in Waidring, Hotel Waidacherhof in Kössen und Metzgerei Huber, Oberndorf/Kitzbühel, und an den Lehrlings-Bundessieger Gerald Siorpaes und Bergbahn-Kitzbühel-Vorstand Josef Burger aus Westendorf.


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