„Keine Chance gegen Millionen von Euro“

Von Markus Hauser...

Von Markus Hauser

Landeck, Zams –Eigentlich sei es schön, wenn man einen Punkt auf einer langen Liste von Arbeitsaufträgen abhaken kann, meinte Bernd Noggler in seiner Funktion als Obmann der Landecker Sektion des Oesterreichischen Alpenvereins im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2013. Dass er mit dem abgehakten Punkt „Piz Val Gronda“ allerdings gar keine Freude habe, gestand der Naturschutzexperte ganz offenherzig und ergänzte: „Wir haben einen glorreichen Kampf verloren und ich fürchte, dass wir bei den geplanten Erschließungen See-Fiss-Ladis-Serfaus, Weißseespitz und Gepatschferner, St. An- ton und Kappl sowie bei den ins Auge gefassten Wasserkraftprojekten Malfontal (Verwallgruppe), Erweiterung Kaunertal und Sanna ebenfalls schlechte Karten haben werden. Steinhühner, Alpenpflanzen, unberührte Natur haben keine Chance gegen Millionen von Euro.“

Laut Noggler gelte es für den Alpenverein als größten Verein und Beherbergungsbetrieb Österreichs, seine Intentionen neu zu formulieren. „Wir müssen den Wert der Natur als Ganzes, die Qualität einer intakten Natur als Erholungsraum und Allgemeingut für alle Menschen bewerben. Vielleicht gelingt es uns auf diese Weise, die Menschen für einen bewussteren Umgang mit der Natur zu sensibilisieren“, gab sich Noggler kämpferisch.

Erfreuliches gab es aus dem Bereich der Jugendarbeit zu berichten. 50 Kinder in Land­eck, 50 Kinder in St. Anton werden regelmäßig trainiert und bald könnten es schon mehr sein. Bis dato waren es mangelnde Trainingsmöglichkeiten in Landeck, die den Verein nötigten, weiteren fünfzig Kindern das Training zu verwehren.

Doch laut Vizebürgermeister Herbert Mair soll im Zuge des Umbaus der Volksschule Angedair eine entsprechende Kletterwand eingerichtet werden. Erfreuliches konnte Noggler auch im Bereich der Wegeerhaltung berichten: „Eine Unterschriftenaktion mit mehreren Hundertausenden Unterstützern, zum idealen Zeitpunkt vor den Wahlen, hatte entsprechenden Erfolg. Der Bund macht deutlich mehr Mittel flüssig.“ Der Kassabericht von Martina Büsel fiel äußerst erfreulich aus. Man konnte einen Überschuss von 26.971 Euro erwirtschaften. Der ist allerdings schon verplant, stehen doch schon sehr bald Renovierungsarbeiten in der Steinseehütte an. Bei 2000 Vereinsmitgliedern im Bezirk standen natürlich auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Allen voran wurde Hermann Federspiel für 70 Jahre Vereins­tätigkeit geehrt. Für 30 Jahre freiwillige und unbezahlte Tätigkeit im Bereich der Steinseehütte wurde Heinz Schulten ausgezeichnet.

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