Ökozuschlag macht Strom 2014 teurer

Stromrechnung ist in Tirol am geringsten, intelligente Zähler senken den Verbrauch kaum.

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Wien, Luzern –Die Stromrechnung dürfte im Laufe des heurigen Jahres für die meisten Kunden steigen, hauptsächlich aufgrund des Ökostromzuschlages zugunsten erneuerbarer Energieträger. „Die politischen Kosten auf der Stromrechnung steigen“, sagt E-Control-Vorstand Martin Graf. Die jüngsten Senkungen der Netzgebühren seien wegen höherer Ökostromzuschläge meist nicht bei den Kunden angekommen.

Die Stromrechnung besteht aus drei Komponenten: dem reinen Energiepreis, auf den rund 38 bis 40 Prozent der Gesamtsumme entfallen, den Netztarifen (32 bis 34 Prozent) sowie Steuern und Abgaben, zu denen auch die Ökostromkosten zählen, mit einem Anteil von rund 28 Prozent.

Im Vergleich zum Dezember 2013 stieg die durchschnittliche Stromrechnung bei einem Jahresverbrauch von 3500 kWh um 1,67 Prozent auf 711 Euro. Auf ein Jahr hochgerechnet wären das elf Euro, rechnet die E-Control vor. Die Ökostromumlage macht insgesamt 83 Euro aus. Gleichzeitig räumt Graf auch ein, dass die regionalen Unterschiede groß seien. So zahle etwa ein Durchschnittshaushalt mit 3500 kWh in Wien um 23 Euro pro Jahr mehr, in Tirol mache der Aufschlag nur fünf Euro im Jahr aus. In Salzburg und Niederösterreich werde die Jahresrechnung heuer sogar um drei bzw. vier Euro niedriger ausfallen. Dennoch werden die Gesamtkosten 2014 in Tirol mit durchschnittlich 623 Euro am geringsten ausfallen.

Laut einem Test der Centralschweizerischen Kraftwerke bei 1000 Haushalten senken die intelligenten Stromzähler („Smart Meter“) den Verbrauch weniger als bisher angenommen. Die Einsparung machte maximal drei Prozent aus, was etwa 24 Euro pro Jahr entspricht. (TT, APA)

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