OECD-Studie: Arbeitsmigration in EU dämpft Krisenfolgen

Arbeitsmigration war vor der Krise 2006/07 in den USA aufgrund regionaler Unterschiede am Arbeitsmarkt stärker ausgeprägt, seitdem ist sie in Europa stärker verbreitet.

Ein Arbeitsamt in Madrid. In Spanien beträgt die Jugendarbeitslosigkeit mehr als 50 Prozent.
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Wien - Die Personenfreizügigkeit im Rahmen der Europäischen Union (EU) trage dazu bei, die Ungleichgewichte auf dem europäischen Arbeitsmarkt abzubauen. Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kommt zum Ergebnis, dass etwa ein Viertel der krisenbedingten Arbeitsmarktschocks in Europa innerhalb eines Jahres durch Migration abgefangen wird.

Arbeitsmigration war demnach vor der Krise 2006/07 in den USA aufgrund regionaler Unterschiede am Arbeitsmarkt stärker ausgeprägt, seitdem ist sie in Europa stärker verbreitet. Am aktivsten sind dabei die Menschen aus jüngeren EU-Beitrittsländern oder europäischen Ländern außerhalb der EU, so die Organisation der Industriestaaten heute Montag in einer Aussendung.

Angesichts der größer werdenden Unterschiede in der wirtschaftlichen Situation zwischen den einzelnen EU-Ländern erwarten die Autoren der Studie, dass die Anreize zur Auswanderung aus südlichen Krisenstaaten und Irland weiter stark bleiben. (APA)


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