Im ÖSV-Abfahrts-Team kündigt sich enges Olympia-Rennen an

Eine interne Quali bei den Olympischen Spielen in Sotschi scheint unausweichlich.

Wengen – Bei den Klassikern in Wengen (18.1.) und Kitzbühel (25.1.) steht für Österreichs Abfahrer viel auf dem Spiel. Es geht nicht nur um prestigeträchtige Siege, sondern auch um die vier Plätze für die Olympia-Abfahrt in Sotschi (9.2.). Der Andrang ist groß, die endgültige Entscheidung wird wohl erst unmittelbar vor dem Rennen vor Ort in Russland fallen.

Bis dato ist lediglich Hannes Reichelt aus der Masse richtig herausgestochen, mit 180 Punkten ist der Salzburger Dritter im Abfahrts-Weltcup und deutlich bester Österreicher. Auch am Olympia-Ticket von Klaus Kröll (101 Punkte) wird es wohl nichts zu rütteln geben. Max Franz (85) führt die lange Liste der weiteren Anwärter an. Hoffnungen machen sich auch Matthias Mayer (83), Georg Streitberger (62), Markus Dürager (33), Florian Scheiber (32), Joachim Puchner (30), Otmar Striedinger (28) und Romed Baumann (22).

Zehn Athelten um vier Plätze

Somit kämpfen nicht weniger als zehn Athleten um vier Plätze. Eine teaminterne Qualifikation bei den Trainings in Sotschi scheint unausweichlich. „Ich muss nicht unbedingt eine Quali fahren. Aber erfahrungsgemäß wird es sich so ergeben, dass es zu einer Quali kommt. Außer es setzen sich in den kommenden zwei Rennen vier Leute vom Rest ab“, meinte Herren-Cheftrainer Mathias Berthold am Dienstag in Wengen, wo bei starkem Schneefall an ein Abfahrtstraining nicht zu denken war.

Aus Erfahrung weiß Berthold, dass zum aktuellen Zeitpunkt Prognosen und Aufstellungsdiskussionen noch sinnlos sind. „Ich habe 100.000 Unterlagen und Vergleiche. Man hat einen gewissen Plan, ein gewisses Bild. Aber die kommenden zwei Rennen können dieses Bild noch komplett auf den Kopf stellen. Bis Kitzbühel kann sich noch sehr viel tun“, sagte der Vorarlberger. Und die Leistungen bei den drei geplanten Trainings in Sotschi könnten dieses Bild dann noch ein weiteres Mal deutlich verändern.

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„Die Formkurve ist sehr entscheidend“, merkte Berthold an. Wobei es einige aus dem Kreis der Anwärter nicht einmal nach Sotschi schaffen werden. Die Mannschaft für Sotschi wird am 27. Jänner, also zwei Tage nach der Kitz-Abfahrt, bekannt gegeben.

In Wengen wird es im ÖSV-Abfahrts-Team hingegen keine Quali geben. Die elf Mann für die Abfahrt sind Reichelt, Kröll, Franz, Mayer, Streitberger, Dürager, Scheiber, Puchner, Striedinger, Baumann und Manuel Kramer. Lediglich die Super-Kombi bestreiten Vincent Kriechmayr und Frederic Berthold. Johannes Kröll fehlt aufgrund seines Seitenbandeinrisses im rechten Knie. (APA)


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