Betreut wie in der Großfamilie

Von Eva-Maria Fankhauser...

Von Eva-Maria Fankhauser

Ramsau –Ein gemeinsames Projekt zur Nachmittagsbetreuung von Kindern stellten die Gemeinden Ramsau, Hippach und Schwendau im „Haus des Miteinanders“ 2013 auf die Beine. Die Bilanz für die ganzjährige und ganztägige Kinderbetreuung fällt seither durchwegs positiv aus. „Wir sind wie eine große Familie“, erklärt Regina Lederer, Leiterin des Nachmittagskindergartens. „Die Altersspanne reicht momentan von zwei bis zehn Jahren“, so die ausgebildete Pädagogin. Als Leiterin des Kindergartens in Ramsau freut sich Stephanie Pfister über das entstandene Projekt, denn es profitiere jeder davon: die Eltern und die Kinder. „Die Großen achten auf die Kleineren, sie lernen zu teilen und haben Spaß“, schildert Pfister.

Die Kinder stammen hauptsächlich aus den drei benachbarten Gemeinden. „Zwischen acht und 19 Kinder werden täglich von ihren Eltern vorbeigebracht“, erklärt Lederer. „Meine Tochter kommt wirklich gerne hier her. Für meinen Sohn hatte ich früher eine Tagesmutter, das war auch fein, aber ich finde dieses Projekt eine noch bessere Lösung. Hier stehen die Kinder im Mittelpunkt“, erklärt Pamela Hofreiter. Sie arbeitet als Lehrerin in Aschau und ist eine der Mütter, die ihr Kind ohne schlechtes Gewissen bei der Nachmittagsbetreuung unterbringt.

Anfangs war es schwer für sie, ihr Kind abzugeben, auch weil sie mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hatte. „Mir wurde vorgeworfen, dass ich als Lehrerin mein kleines Kind so früh weggebe“, so Pamela. Mittlerweile habe sich das Bewusstsein der Eltern laut Pamela aber geändert und man gehe offener mit dem Thema Nachmittagsbetreuung um. „In erster Linie geht es um die Kinder, die müssen sich wohl fühlen. Ich würde sagen, die Ramsauer sind stolz, eine solche Betreuung zu haben, denn nicht jede Gemeinde hat es so gut wie wir“, bekräftigt Lederer. Im Haus des Miteinander können Eltern ihre Kinder an einer Pinnwand bis zu zwei Wochen im Voraus für die Betreuung anmelden. Der Tagespreis beträgt sieben Euro, zehn Euro mit Mittagessen.

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