Studie: Europa profitiert von Bulgaren und Rumänen

In der EU seien Großbritannien und Irland die größten Profiteure der Arbeitsmigration aus Bulgarien und Rumänien, heißt es in der Studie.

Stockholm - Die Arbeitsmigration aus Bulgarien und Rumänien bringt den westeuropäischen EU-Staaten einer schwedischen Studie zufolge mehr volkswirtschaftliche Vor- als Nachteile, heißt es in einer am Dienstag vorgestellten Untersuchung des Wissenschafters Joakim Ruist von der Universität Göteborg.

Demnach seien die „derzeit in anderen europäischen Ländern geäußerten Ängste hinsichtlich der großen Lasten, die eine unbegrenzte Einwanderung aus Rumänien und Bulgarien für den Sozialstaat darstellen, unbegründet“, hieß es in einer Erklärung.

Großbritannien und Irland profitieren am meisten

In seiner Untersuchung stellt Ruist genaue Berechnungen für Schweden sowie allgemeine für die EU-Mitgliedsstaaten vor der EU-Osterweiterung an. Demnach zahlt ein bulgarischer oder rumänischer Einwanderer 30 Prozent mehr in die schwedische Staatskasse ein, als er aus dieser erhält. Dies sei der Fall, obwohl Schweden eines der EU-Länder sei, die Einwanderer besonders großzügig unterstützten - während nirgendwo sonst in der EU die Schere der Arbeitslosigkeit zwischen Einwanderern und Einheimischen weiter auseinanderklaffe.

In der EU seien Großbritannien und Irland die größten Profiteure der Arbeitsmigration aus Bulgarien und Rumänien, schreibt Ruist. Zum einen verfügten Einwanderer aus beiden Ländern bereits über Englischkenntnisse, zum anderen sei der Sozialstaat in beiden Länder „vergleichsweise schlank“. Die Studie wertet eine Stichprobe von einem Fünftel der rund 10.000 seit 2011 in Schweden lebenden Bulgaren und Rumänen aus und schätzt deren Steuer- und Abgabenlast sowie deren bezogene Sozialleistungen. (APA/AFP)

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