„Poly um vieles besser als sein Image“

Imst – Überfüllte Uni-Hörsäle einerseits, Lehrling suchende Betriebe andererseits. Die Polytechnischen Schulen (PTS) sind die Leidtragenden ...

Imst – Überfüllte Uni-Hörsäle einerseits, Lehrling suchend­e Betriebe andererseits. Die Polytechnischen Schulen (PTS) sind die Leidtragenden dieser Entwicklung, auch im Bezirk Imst. Mit dem morgigen Tag der offenen Türe der PTS Imst (14 bis 17 Uhr) möchte man zeigen, dass der nicht gerade positiv­e Ruf von früher zu Unrecht besteht.

„Die PTS hat mit dem polytechnischen Lehrgang vor der großen Reform 2000 so gut wie nichts mehr zu tun“ weiß Direktor Karl Thurner, „unsere Schule bereitet die Jugendlichen in sieben verschiedenen Fachbereichen professionell auf den Lehrberuf vor.“ Zurzeit drücken 69 Schüler die PTS-Schulbank in Imst. Im Vorjahr waren es noch weniger, sodass sogar die Lehrerzahl reduziert wurde. Der Grund dafür liege auch in der demographischen Entwicklung, die auch in den Neuen Mittelschulen die Schülerzahl sinken lässt. Von den 531 letztjährigen Schulabgängern der zwölf NMS des Bezirkes haben 31 Prozent den Weg in die PTS Imst, Längenfeld (64) und Silz (33) gewählt.

Dabei sei man sehr praxisorientier­t und arbeite eng mit der Wirtschaft zusammen. Die Schüler durchlaufen anfangs eine Orientierungsphase und können in zwei Praxiswochen Berufsluft schnuppern. Dies bestätigt auch Josef Huber, Obmann der Bezirkskammer: „Unser Zukunftsproblem ist der Facharbeitermangel. Wir tun alles, um den Lehrberuf attraktiv zu machen.“

Bezirksschulinspektor Thomas Eiterer, selbst Akademiker, findet deutliche Worte: „Ein Studium ist nicht das einzig Erstrebenswerte. Und das neunte Schuljahr in der HAK oder HASCH zu absolvieren, hat auch keinen Sinn, weil dann der Abschluss fehlt. Die PTS ist weit besser als ihr Image.“

Auch die Sport-NMS Imst öffnet morgen um 14 Uhr ihre Türen. (huda)


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