Raich lässt Wengen-Kombi aus, ÖSV kämpft für Olympia-Start

Benjamin Raich kann bei der Superkombination in Wengen nicht an den Start gehen. Damit ist der Pitztaler auch für Olympia in dieser Disziplin kein Thema mehr. Doch der ÖSV will für eine Sondergenehmigung kämpfen.

Innsbruck – Benjamin Raich muss aufgrund starker Rückenschmerzen die Weltcup-Super-Kombination der alpinen Ski-Herren am Freitag in Wengen auslassen. „Diese Entscheidung ist mir alles andere als einfach gefallen, aber es macht keinen Sinn“, erklärte der Tiroler, für den es trotzdem noch eine Hintertür Richtung olympische Super-Kombi in Sotschi gibt.

Denn der ÖSV wird bei der FIS sowie in weiterer Folge beim IOC um eine Ausnahmeregel für Raich ansuchen. Das bestätigte FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis. Die Chancen auf eine positive Entscheidung seien aufgrund der verletzungsbedingten Gründe durchaus „realistisch“. Der ÖSV wird dem Ansuchen medizinische Belege und Beweise über Raichs Gesundheitszustand beilegen.

Gemäß FIS-Reglement wäre Raich eigentlich für die Super-Kombi in Sotschi nicht startberechtigt, da er die dafür erforderlichen drei Abfahrtsergebnisse seit Sommer 2012 nicht vorweisen kann. Der 35-Jährige hat lediglich die Abfahrten in Lake Louise (2012) und Wengen (2013/Super-Kombination) zu Buche stehen. Raich hat zwar auch die Super-Kombi bei der WM in Schladming absolviert, schied dabei aber im Slalom aus. Dadurch gilt auch die absolvierte Abfahrt laut FIS-Reglement nicht als Ergebnis.

Während Raichs Antreten in der Olympia-Super-Kombi damit offiziell noch offen ist, befindet sich der Pitztaler derzeit im Riesentorlauf und im Slalom ganz klar auf Olympia-Kurs. Im Slalom will Raich, Doppel-Olympiasieger 2006, auch am Sonntag in Wengen unbedingt an den Start gehen. „Meine Konzentration gilt in den nächsten Tagen meiner Rehabilitation, damit ich am Sonntag im Slalom möglichst schmerzfrei an den Start gehen kann“, meinte Raich. (APA)


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