„Wie ist das Leben?“: Brief einer toten Zwölfjährigen geht ans Herz

Taylor Smith starb Anfang Januar an den Folgen einer Lungenentzündung. Ihre trauernden Eltern fanden einen Brief ihrer Tochter - adressiert an ihr zukünftiges Ich.

Johnson City – „Zu öffnen von Taylor Smith am 13. April 2023!“, steht auf dem Umschlag. Doch die Adressatin wird den zweiseitigen Brief, den die Zwölfjährige an ihr erwachsenes Ich geschrieben hat, nicht mehr öffnen. Das Mädchen aus dem US-Bundesstaat Tennessee verstarb am 5. Jänner nach Komplikationen einer Lungenentzündung ganz plötzlich.

Ihre trauernden Eltern fanden den Umschlag in ihrem Zimmer und teilen die bewegenden Zeilen ihrer Tochter in einem Video mit der Welt. „Liebe Taylor, wie ist das Leben? Gerade ist das Leben ziemlich einfach, zehn Jahre in deiner Vergangenheit“, beginnt die Zwölfjährige ihren Brief an sich selbst. Sie gratuliert sich zum Schulabschluss. „Wenn du nicht abgeschlossen hast, geh zurück und versuch es weiter. Mach den Abschluss!“ Ernste Töne schlägt das religiöse Mädchen auch an an, wenn es um ihren Glauben geht. Es sei egal an welchem Punkt in ihrem Leben sie sei, sie solle weiter zu Gott beten, appelliert sie.

„Gute und schlechte Dinge sind passiert“

Während Papa Tim die Worte liest, bricht manchmal seine Stimme - und manchmal muss der trauernde Vater aber auch lachen: Wenn Taylor sich zum Beispiel nach der Fernsehserie „Dr. Who“ oder einem Besuch im „Dollywood“-Vergnügunspark fragt. Sie will auch von ihrem erwachsenen Ich wissen, ob sie schon eine eigene Wohnung hat oder studiert: „Welches Fach haben wir gewählt? Im Moment will ich Anwältin werden.“

Am Ende des anrührenden Briefes fordert Taylor ihr erwachsenes Ich auf, niemals den Mut zu verlieren: „Denk daran, es ist zehn Jahre her, dass ich das geschrieben habe. Gute und schlechte Dinge sind passiert. So ist das Leben und Du musst damit klar kommen.“

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Das Video von Vater Tim verbreitet sich jetzt auf Youtube und sozialen Netzwerken rasend schnell. Die Worte gehen den Menschen ans Herz. Auf Facebook erklärt Tim Smith, warum er die Worte seiner Tochter veröffentlicht hat: „Die Hoffnung, die Taylor in dem Brief teilt, hätte sie auch mit der ganzen Welt teilen wollen. Das Mindeste, was ich als Vater für sie tun kann, um sie zu ehren, ist meinem Gefühl nach, dass ich ihren Brief mit der Welt teile(...)“ (smo)


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