WWF will Gesamtkonzept bei Inn-Gipfel

Landeck, Kaunertal – Nach der „Schlammwelle“ im Inn, die kürzlich von einer Wasserspiegel-Absenkung im Gepatschspeicher (Kaunertal) ausgelös...

Landeck, Kaunertal –Nach der „Schlammwelle“ im Inn, die kürzlich von einer Wasserspiegel-Absenkung im Gepatschspeicher (Kaunertal) ausgelöst worden ist, verlangt der WWF die Einberufung eines „Inn-Gipfels“. LH Günther Platter soll in diesem Rahmen „ein Gesamtkonzept für den Tiroler Landesfluss“ veranlassen. „Ich biete dazu gerne meine Mithilfe und mein Know-how an“, betonte Gebhard Tschavoll vom WWF am Donnerstag.

Das Konzept soll ein Beitrag sein, „die Nutzungen am Inn mit den Anforderungen des Natur- und Gewässerschutzes zu harmonisieren“, unterstreicht der WWF-Sprecher. Das so genannte Feststoffmanagement von Speicheranlagen – ein strikter Plan, wie mit meterhohen Sediment­ablagerungen vorzugehen ist – müsse wesentlicher Bestandteil des Konzepts sein. „In anderen Bundesländern wie etwa Kärnten und Salzburg ist dies längst Standard“, so der WWF-Sprecher.

Zudem greife das Angebot der Tiwag, eine Entschädigung zu leisten, viel zu kurz. Fliegenfischer-Obmann Stefan Trobos erläutert: „Solange sich Ereignisse wie zuletzt jederzeit wiederholen können, fühlen wir Fischer uns schlichtweg nicht ernst genommen. Die angekündigte Entschädigung der Tiwag, die verlorene Fischbrut zu ersetzen, ist völlig unbefriedigend. Es ist keine nachhaltige Lösung.“ (TT, hwe)

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