Linzer Touristiker geben ihren Gästen Sex-Tipps

Mit der Broschüre „Linz verändert über Nacht“ werde auf Emotionen und Lebensqualität gesetzt anstatt auf die technische Beschreibung von Zimmern. Dafür wurden eigens passende Autoren ausgewählt.

Linz – Linzer Touristiker geben ihren Gästen nicht nur Sightseeing-Tipps, sondern auch Ratschläge für unvergessliche Liebesnächte in der Stahlstadt: „Hotelzimmer sind perfekt, um Sex zu haben“, rät ein soeben erschienener, von der Zeitung „Heute“ entdeckter Hotelführer. Tourismusdirektor Georg Steiner augenzwinkernd: „Es ist fast schon ein Souvenir, das man aus Linz mitnimmt.“

In einem Hotelzimmer könne man sich gegenseitig seine Fantasien gestehen und diese ausleben, erfährt der Gast. Empfohlen wird, sich Erdbeeren und Champagner aufs Zimmer bringen zu lassen. „Aber machen Sie kein Muss daraus.“ Wenn beide Partner ungleiche Bedürfnisse haben, könne das offene Gespräch darüber sogar „besser werden als der Sex, den Sie dabei nicht haben“. Auch an die Zeit nach dem Aufenthalt wird gedacht: Falls man jemanden kennenlernt, solle man sich vor einem erotischen Techtelmechtel die Frage stellen: „Sind Sie beide ungebunden bzw. haben Sie von Ihren jeweiligen Partnern die Erlaubnis zum Seitensprung?“

Broschüre „Linz verändert über Nacht“

„Ein gedruckter Hotelführer ist fast schon ein Anachronismus, weil jeder im Internet bucht“, erklärt Steiner. Er habe etwas Neues ausprobieren wollen und dabei vor allem auf Emotionen und Lebensqualität gesetzt anstatt auf die technische Beschreibung von Zimmern. Dafür wurden eigens passende Autoren ausgewählt. Mit den Hoteliers habe er das im Vorfeld abgeklärt. Die Broschüre sei selbst bei den konservativeren Quartiergebern „total gut“ angekommen. Auch die Reaktionen der mit Liebestipps versorgten Gäste seien positiv.

Die Broschüre „Linz verändert über Nacht“, die bei den städtischen Touristeninformationen erhältlich ist, hat insgesamt einen recht sinnlichen Fokus. Das Wohlfühl-Programm umfasst Kosmetik-Tipps ebenso wie Kinesiologie-Übungen oder ein Gute-Nacht-Geschichte von „Märchenerzähler“ Helmut Wittmann. Sollte der Gast allein angereist sein, wird ihm empfohlen, ein T-Shirt der Partnerin oder des Partners mit einem Spritzer ihres Parfums oder seines Rasierwassers mit ins Bett zu nehmen, oder einen Polsterüberzug von zu Hause. Das trage viel besser zum Einschlafen bei als Lesen, Fernsehen oder Arbeiten am Computer. (APA)


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