Heimische Agrarexporte stiegen 2013 um 4,5 Prozent

Das Export-Plus ist in erster Linie auf höhere Preise zurückzuführen, denn mengenmäßig stagnierten die Ausfuhren.

Wien/Berlin - Die Lebensmittelexporte aus Österreich haben laut Hochrechnung der AMA Marketing nach drei Quartalen im gesamten Vorjahr knapp mehr als 9,5 Mrd. Euro erreicht und kletterten demnach gegenüber 2012 um 4,5 Prozent nach oben. Die heimische Agrar- und Lebensmittelbranche habe ihre Exporte weiter gesteigert, freute sich die AMA am Donnerstag in einer Aussendung über den Aufschwung.

Den Exporten standen Importe von 10,3 Mrd. Euro gegenüber. Mengenmäßig stagnierten die Ausfuhren bei 8,4 Mio. Tonnen. Die Importmengen machten 8,2 Mio. Tonnen aus. Damit wurden im Vorjahr mehr Lebensmittel aus- als eingeführt. Für die AMA habe sich Österreich als Exportnation etabliert. Allerdings ist das Export-Plus von 4,5 Prozent in erster Linie auf höhere Preise zurückzuführen.

Deutschland wichtigster Handelspartner

Mit Exporten in der Höhe von 3,2 Mrd. Euro bleibt Deutschland mit deutlichen Abend der wichtigste Handelspartner - ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber 2012. In Berlin startet am Freitag die Agrarmesse Grüne Woche. Seit dem EU-Beitritt von Österreich 1995 haben sich die Exporte nach Deutschland laut AMA mehr als verfünffacht. Umsatzbringer bei den Exporten nach Deutschland sind seit vielen Jahren Milchprodukte sowie Fleischzubereitungen wie Wurst, Schinken und Speck. Auf frisches sowie veredeltes Obst und Gemüse entfallen rund ein Viertel der Exporte.

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Italien zweitwichtigster Handelspartner

Zweitwichtigster Handelspartner blieb Italien mit 1,3 Mrd. Euro, gefolgt von den USA mit 472 Mio. Euro und Ungarn mit 418 Mio. Euro. Besonders erfreulich sei die Entwicklung des Außenhandels mit Russland, so die AMA. Russland schaffte es mit 237 Mio. Euro erstmals in die „Top Ten“. Der Grund für das Plus von 26 Prozent: „Russen fliegen auf österreichisches Schweinefleisch.“ Die ausgeführte Menge verdreifachte sich im vergangenen Jahr auf 10.152 Tonnen.

Die Nachbarländer sind für die heimische Lebensmittelwirtschaft besonders bedeutend, erklärte die AMA. So seien Ungarn, die Schweiz, Slowenien und Tschechien traditionell wichtige Handelspartner der Alpenrepublik. Die durchschnittlichen Ausgaben für österreichische Lebensmittel liegen in Slowenien pro Kopf bei 70 Euro jährlich. Zum Vergleich: Deutsche geben pro Kopf rund 20 Euro für rot-weiß-rote Spezialitäten aus. Laut AMA-Aufsichtsratschef Franz Stefan Hautzinger steht Österreich international „für Natürlichkeit und Genuss mit langer Tradition“. (APA)


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