Schüler überlegen in Imst Ansätze zu mehr Frieden

Die internationale Schulinitiative United World College organisiert in Imst als Österreichpremiere ein Sommercollege für Konfliktlösung.

Von Hubert Daum

Imst –Der August wird in Imst im Zeichen der Multikultur stehen. 30 Teilnehmer des „Short Courses“, davon 20 aus aller Herren Länder, werden unter dem gedanklichen Schirm der Friedensphilosophie die Kunst der Konflikttransformation und somit der -lösung erlernen.

Dahinter steht das United World College (UWC), eine Bildungseinrichtung, deren zwölf Colleges auf der ganzen Welt verstreut sind. „Es ist nicht eine Schule für Studenten, deren Eltern finanziell gut betucht sind“, erläutert Augusta Campagna, die Präsidentin des Vereines UWC Austria, „die meisten erhalten ein Stipendium. Wir sind in insgesamt 140 Staaten vertreten.“ Die internationale und interkulturelle Schulinitiative hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit gemeinsames Erleben und soziales Engagement von Schülerinnen und Schülern für mehr Toleranz und Verantwortung zu fördern. Neben der Möglichkeit, eines der UWC zu besuchen, besteht für einen breiteren Kreis von Jugendlichen die Alternative, im Rahmen eines „UWC Short Courses“ eine komprimierte UWC-Erfahrung zu machen.

So kommen zwischen 3. und 17. August 2014 30 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren nach Imst, um in englischer Sprache unter dem Titel „Acting for Peace – The Art of Conflict Transformation“ an einem intensiven „Summer Short Course“ zu Methoden der Konfliktbearbeitung teilzunehmen.

Die inhaltliche Gestaltung des Kurses obliegt dem Unesco Chair for Peace Studies der Universität Innsbruck unter der Leitung von Univ-Prof. Wolfgang Dietrich. Die Universität Innsbruck führt seit mehr als einem Jahrzehnt einen weltweit anerkannten Masterlehrgang für Konfliktarbeit durch und stellt die daraus gewonnene Erfahrung nun auch den Schülerinnen und Schülern des UWC zur Verfügung. „Wir werden mit den regionalen Vereinen wie zum Beispiel der Feuerwehr oder dem Roten Kreuz eng zusammenarbeiten“, führt Dietrich aus.

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Die Schülerinnen und Schüler werden in der Landwirtschaftlichen Lehranstalt untergebracht und im Kulturforum ubuntu sowie im Jugendzentrum Imst von Expertinnen und Experten der Universität in Techniken der Konfliktbearbeitung in englischer Sprache unterrichtet. Als letzten Höhepunkt werden die Erlebnisse unter der Leitung des Theaterpädagogen Armin Staffler auf der Bühne Imst Mitte in Form eines Theaterstückes aufgearbeitet. BM Weirather: „Seit Kurzem steht die Finanzierung.“ Projektpartner sind das Land Tirol und das Ministerium UKK.


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