Legendärer japanischer Weltkriegssoldat gestorben

Hiroo Onoda versteckte sich 30 Jahre im philippinischen Dschungel, weil er nicht an das Ende des Weltkrieges glaubte.

Tokio – Ein japanischer Soldat, der nicht an das Ende des Zweiten Weltkriegs glaubte und sich noch fast 30 Jahre im philippinischen Dschungel versteckt hielt, ist tot. Hiroo Onoda starb im Alter von 91 Jahren in Tokio.

Auf den Philippinen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg noch zahlreiche ehemalige japanische Soldaten gefunden, die sich nach der Kapitulation ihres Landes 1945 nicht den US-Truppen stellen wollten und stattdessen im Dschungel in den Untergrund gegangen waren. Onoda hatte jedoch mit Abstand am längsten dort ausgeharrt.

Der Leutnant der Kaiserlichen Armee war seit 1944 auf der philippinischen Insel Lubang stationiert gewesen und hatte noch kurz vor Kriegsende eine Spezialausbildung im Guerillakampf erhalten. Seinen Befehl, sich niemals zu ergeben und bis zum Eintreffen von Verstärkung die Stellung zu halten, befolgte er noch lange nach 1945. Zunächst noch zusammen mit drei weiteren Soldaten beobachtete er Militäranlagen und lieferte sich Feuergefechte mit philippinischen Soldaten.

Flugblätter, auf denen das Kriegsende verkündet wurde, und andere Versuche, ihn von seinem einsamen Dschungel-Krieg abzubringen, konnten ihn nicht zum Aufgeben bewegen. Onoda ergab sich erst 1974 nach einem Besuch seines früheren Vorgesetzten, der ihm befahl, die Waffen niederzulegen. (APA/AFP)

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