15-Jähriger half bei Reanimation

Wie wichtig die Arbeit der Jugendgruppen des Roten Kreuzes sein kann, zeigte Simon Haberfellner am Dienstag.

Innsbruck –Und plötzlich war es ernst. Auf der Straße bricht ein Mann zusammen, ist erst ansprechbar, erleidet dann aber einen Kreislaufstillstand. Der Patient muss sofort reanimiert werden. Mittendrin ein 15-Jähriger. Simon Haberfellner hatte solche Situationen als Mitglied der Jugendgruppe der Freiwilligen Rettung Innsbruck bereits mehrfach durchgespielt – in den Theorie. Doch auch in der Praxis steht der Jugendliche seinen Mann und greift beherzt ein.

Bereits am Dienstag hat sich der Vorfall mitten in Innsbruck zugetragen. „Ich sah, wie der Mann zusammenbrach“, schildert Simon, der ganz bescheiden über seine Hilfe spricht. Einem ebenfalls anwesenden Sanitäter geht Simon zur Hand, zückt sofort seinen „Life Key“ für die Erste Hilfe. „Stolz“ sei er, dass er das, was er in eineinhalb Jahren bei der Jugendgruppe des Roten Kreuzes gelernt hat, in die Praxis umsetzen konnte. Simon macht alles, wie es ihm gezeigt wurde. Stabile Seitenlage, eine Kopfunterlage suchen, das Beatmungstuch auspacken, dem Patienten auf dem Mund legen. Als der Notarzt kommt, überlassen die Ersthelfer ihm den Patienten. Er wird stabil ins Krankenhaus gebracht.

„Das sind die Momente, die mich mit großem Stolz erfüllen“, meint Jugendgruppenbetreuer Dietrich Dominic, der sich neben seiner freiwilligen Tätigkeit als Sanitäter um die jungen Nachwuchskräfte kümmert. „Es ist schön zu sehen, was junge Ersthelfer zu leisten im Stande sind.“ Simon unterdessen hat einen klaren Plan, was er künftig machen will: „Freiwilliger Rettungssanitäter.“ (mw)


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