Medjugorje-Kommission im Vatikan hat Arbeit abgeschlossen

Die Resultate der Untersuchung sollen jetzt der Glaubenskongregation vorgelegt werden.

Die Medjugorje-Kommission hat ihre Arbeit abgeschlossen.
© APA/GEORG HOCHMUTH

Vatikanstadt – Die internationale Untersuchungskommission über die angeblichen Erscheinungen der Gottesmutter im bosnischen Marienwallfahrtsort Medjugorje bei Mostar hat ihre Arbeit abgeschlossen. Die Kommission unter Leitung von Kardinal Camillo Ruini, die 2010 bei der Glaubenskongregation eingerichtet wurde, hat am Freitag zum letzten Mal getagt, teilte der vatikanische Pressesprecher Federico Lombardi mit.

Die Resultate der Untersuchung sollen jetzt der Glaubenskongregation vorgelegt werden. Der Kommission gehörten rund 20 Kardinäle, Bischöfe und Sachverständige an. Im Mittelpunkt der Prüfung standen nicht die angeblichen Marienerscheinungen von Medjugorje, sondern das geistliche Leben und die seelsorgliche Begleitung der Pilger. Der Wallfahrtsort in Bosnien-Herzegowina ist nicht kirchlich anerkannt.

In Medjugorje soll es seit dem 24. Juni 1981 zu Marienerscheinungen gekommen sein. Sechs Kinder berichteten damals, die Gottesmutter habe sich ihnen gezeigt, während sie Schafe hüteten. Die Erscheinungen dauern nach Angaben der inzwischen erwachsenen Seherinnen und Seher mit großer Häufigkeit weiter an. Sie sind verbunden mit präzisen Aussagen der „Gospa“ (Herrin) zu kirchlichen und sonstigen Themen.

Der ursprüngliche Provinzort hatte sich mit einer Million Pilger jährlich zu einem der prominentesten katholischen Wallfahrtsorte weltweit entwickelt. Noch in diesem Jahr wird erwartet, dass die Katholische Kirche ihr endgültiges Urteil darüber fällt, ob es sich um „übernatürliche Erscheinungen“, also um Wunder handelt. (APA)

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