Der Wildseeloder ruft – die Freeride-Elite kommt

Morgen (ab 8.30 Uhr) blickt die internationale Freeride-Szene nach Fieberbrunn. Auch zwei Tiroler wollen dabei für Furore sorgen.

Von Tobias Waidhofer

Fieberbrunn –Eigentlich logisch. Wo soll man einen Freerider erreichen, wenn nicht am Berg. Als die TT bei den beiden Tiroler Hoffnungsträgern für das World-Tour-Event in Fieberbrunn (Samstag, 8.30 Uhr) telefonisch durchklingelte, befanden sich Raphael Webhofer und Flo Orley gerade voll in ihrem Element. Während Orley, ganz Routinier, bereits die Lage am Wildseeloder (2119 Meter) unter die Lupe nahm, war Youngster Webhofer am Donnerstagnachmittag noch privat auf Skiern unterwegs.

Für den jungen Innsbrucker Skifahrer ist es die Premieren-Saison auf der World Tour. Beim ersten Stopp in Courmayeur (ITA) überrascht­e „Raphi“ mit Platz zehn, in Chamonix stoppte den Youngster ein Sturz. Bedeutet netto Platz 21 in der Gesamtwertung. „Courmayeur war sehr gut, vor allem weil ich da eigentlich krank war“, meint der 19-Jährige. Auch wenn ihn mit dem Wildseeloder („Das ist nicht mein Lieblingsberg“) keine Liebesbeziehung verbindet, hofft er auf ein gutes Ergebnis. „Fieberbrunn ist etwas ganz Besonderes. Schon allein, weil Freunde und Familie dabei sein können.“

Auch der fast 20 Jahre ältere Snowboarder Flo Orley kennt die Vorzüge. „Die Stimmung ist super“, weiß der 38-Jährig­e, der als Gesamt-Sechster hochmotiviert anreist. „Ich bin zufrieden. Das Snowboarden taugt mir momentan voll. Zuletzt in Chamonix (Platz 6, Anm.) bin ich super gefahren.“

Nachdem im vergangenen Jahr eine Verschiebung auf die andere folgte, hofft der gebürtige Innsbrucker auf bessere Verhältnisse. „Der Föhn macht’s immer unberechenbar. Aber momentan sieht’s gut aus.“ Neben Orley und Webhofer hoffen mit den Skifahrern Fabio Studer, Lorraine Huber, Nadine Wallner (alle Vorarlberg), Stefan Häusl (Tirol) und Eva Walkner (Salzburg) fünf weitere Österreicher auf einen fairen Bewerb.

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Das Organisationskomitee rund um Chef Bernhard Pletzenauer hat jedenfalls ganze Arbeit geleistet. 1000 Arbeitsstunden absolvierten allein die freiwilligen Helfer. Die erwarteten 4000 Zuschaue­r können bei freiem Eintritt in einem nur aus Schnee gebauten Zuschauerbereich am Lärchfilzkogel die Fahrten beobachten. Jetzt muss nur noch Petrus mitspielen.


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