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Überraschende Wende in Kiew: Einigung auf „Waffenstillstand“

In der Ukraine sind die Nerven zum Zerreißen gespannt. Mit Sanktionen will die EU die Verantwortlichen für die Gewalt bestrafen. In Kiew rüsten sich Demonstranten für neue Auseinandersetzungen. Da sagt Janukowitsch plötzlich einen Waffenstillstand zu. Alle Entwicklungen zur Lage in der Ukraine lesen Sie im Live-Blog.

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Auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz Maidan in Kiew harren noch immer Tausende Regierungsgegner aus
© Reuters

Kiew – Nach einer massiven Eskalation der Gewalt haben sich Regierung und Opposition in der Ukraine überraschend auf einen Waffenstillstand verständigt. Das teilten beide Seiten am Mittwochabend in Kiew mit. Ein Sturm von Sicherheitskräften auf den zentralen Unabhängigkeitsplatz (Maidan) stehe derzeit nicht zur Debatte, erklärten die Oppositionsführer Arseni Jazenjuk und Vitali Klitschko nach einem Treffen mit Präsident Viktor Janukowitsch. Zudem sei vereinbart worden, Verhandlungen über ein Ende der Krise zu beginnen, hieß es auf der Internetseite der Präsidialkanzlei.

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Unklar war aber zunächst, ob sich radikale Gruppen an den Waffenstillstand halten würden. Die Opposition um Klitschko und Jazenjuk hat nach Ansicht von Beobachtern keine volle Kontrolle über diese Kräfte. Auf dem Maidan harrten am Mittwochabend weiter Tausende Demonstranten aus. Ein Ring aus brennenden Barrikaden sollte den Platz gegen mögliche Räumungsversuche sichern.

Die Angst vor einem Bürgerkrieg und der Spaltung des Landes bleibt bestehen. Bei den blutigen Straßenkämpfen sind bisher laut offiziellen Angaben mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. In mindestens vier westukrainischen Städten erstürmten radikale Regierungsgegner weitere Verwaltungsgebäude. Die nationalistisch geprägte Gegend nahe der Grenze zu Polen gilt als Hochburg der radikalen Opposition.

EU wird Sanktionen beschließen

Nach der Eskalation der Gewalt hatte die Europäische Union zuvor angekündigt, Strafmaßnahmen gegen die Verantwortlichen verhängen. „Diejenigen, die sich für diese Taten zu verantworten haben, müssen wissen, dass sie auf jeden Fall sanktioniert werden“, sagte Frankreichs Präsident François Hollande im Beisein der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Paris. Die EU-Außenminister wollen bei einem Sondertreffen an diesem Donnerstag „finanzielle Sanktionen und Visabeschränkungen“ gegen die politische Führung beschließen.

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Bei schweren Zusammenstößen waren in der Nacht zum Mittwoch auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz in Kiew mindestens 26 Menschen getötet und vermutlich mehr als 1000 verletzt worden. Am Mittwochabend tauschte Präsident Janukowitsch kurzfristig den Generalstabschef aus. In die blutigen Ereignisse der Nacht hatte das Militär nicht eingegriffen.

Die Proteste in der Ukraine hatten im November begonnen, nachdem Janukowitsch ein unterschriftsreifes Abkommen mit der Europäischen Union auf Eis gelegt und sich Russland zugewandt hatte. Moskau gewährte dem finanziell klammen Nachbarn Milliardenkredite.

TT.com hielt Sie mit einem Live-Blog über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden. (Bild- und Textquellen: APA, dpa, AFP, Reuters)

Der Maidan in Flammen

Live-Blog beendet

23:19 Uhr

An dieser Stelle beenden wir unsere Live-Berichterstattung zu den Protesten in der Ukraine.


22:58 Uhr

Die Oppositionsführer hatten sich am Abend zunächst kurz mit Janukowitsch getroffen. Danach tagten sie auch mit Präsidialamtschef Andrej Kljujew und Justizministerin Jelena Lukasch. "Heute ist die Hauptsache, das Blutvergießen zu stoppen, das von der Regierung provoziert und entfacht wurde", sagte Klitschko anschließend. Die nächste Verhandlungsrunde solle an diesem Donnerstag stattfinden. Die inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko rief hingegen zum Aufstand auf. "Wir müssen die Diktatur beseitigen jetzt und für immer", hieß es in einer Mitteilung der Ex-Regierungschefin.


22:24 Uhr

Es würden nun Verhandlungen aufgenommen, um das Blutvergießen zu beenden, hieß es auf der Webseite des Präsidenten am Mittwochabend. Die Opposition bestätigte den "Waffenstillstand". Die Regierungsgegner Arseni Jazenjuk und Vitali Klitschko teilten nach einem Treffen mit dem Staatschef mit, dieser habe der Vereinbarung zugestimmt.


+++ Einigung auf "Waffenstillstand" +++

22:17 Uhr

Nach blutigen Straßenschlachten in Kiew hat Präsident Viktor Janukowitsch nach Oppositionsangaben einen Waffenstillstand zugesagt. Das teilten die Regierungsgegner Arseni Jazenjuk und Vitali Klitschko am Mittwochabend nach einem Treffen mit dem Staatschef mit.


Obama droht ukrainischer Regierung mit Konsequenzen

21:16 Uhr

US-Präsident Barack Obama hat die Gewalt in der Ukraine scharf verurteilt und im Fall einer weiteren Eskalation mit Schritten der internationalen Gemeinschaft gedroht. "Es wird Konsequenzen haben, wenn Leute eine Linie überschreiten", sagte Obama am Mittwoch am Rande des Nordamerika-Gipfels im mexikanischen Toluca. Dazu gehöre, dass sich das ukrainische Militär nicht in Angelegenheiten einmischen dürfe, die von Zivilisten gelöst werden könnten. Die USA erwarteten von der ukrainischen Regierung, im Umgang mit friedlichen Protestanten auf Gewalt zu verzichten. Aber auch die Demonstranten müssten friedlich bleiben.


Janukowitsch trifft sich mit ukrainischer Opposition

21:13 Uhr

Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hat sich am Mittwochabend erneut mit Oppositionsführern getroffen. Auch Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko habe an dem eilig anberaumten Gespräch teilgenommen, schrieb seine Sprecherin Oxana Sinowjewa über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Die Begegnung war aber schon bald wieder beendet, ohne dass zunächst Ergebnisse mitgeteilt wurden. Danach hätten sich Klitschko und die anderen beiden Oppositionsführer Arseni Jazenjuk und Oleg Tjagnibok mit einer Arbeitsgruppe zur Lösung der Krise getroffen, hieß es. Von Regierungsseite waren Präsidialamtschef Andrej Kljujew und Justizministerin Jelena Lukasch dabei.


Nato: Ukrainisches Militär muss sich zurückhalten

21:00 Uhr

Der Nato-Oberbefehlshaber Philip Breedlove ruft die ukrainische Führung auf, das Militär nicht gegen die Bürger des Landes einzusetzen. Es müsse einen Dialog geben, der zu einer friedlichen Lösung führe, twitterte der US-General.


+++ Janukowitsch entlässt Armeechef +++

19:46 Uhr

Nach der Ankündigung eines "Anti-Terror"-Einsatzes mit umfassenden Vollmachten für die Streitkräfte hat der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch den Armeechef des Landes entlassen. In einer kurzen Erklärung teilte der Staatschef am Mittwochabend mit, er habe Wolodimir Samana durch Juri Iliin ersetzt. Eine Begründung wurde nicht angegeben.


USA wollen sich bei Sanktionen mit EU abstimmen

19:43 Uhr

Die USA wollen sich beim Verhängen von Sanktionen gegen die Ukraine mit der Europäischen Union abstimmen. Das sagte Ben Rhodes, stellvertretender Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, am Mittwoch an Bord der Air Force One. Die Verantwortlichen der Gewalt in Kiew müssten zur Rechenschaft gezogen und zu besserem Verhalten gedrängt werden.

"Dafür haben wir einen Werkzeugkoffer, der auch Sanktionen umfasst", sagte Rhodes. Sollte die Regierung in Kiew die Sicherheitskräfte abziehen, Gefangene freilassen und in Dialog mit der Opposition treten, würde sich das aber ebenfalls auf die Überlegungen Washingtons auswirken.


19:35 Uhr

Die Auszahlung der zweiten russischen Kredit-Tranche in Höhe von zwei Milliarden Dollar an die Ukraine wurde „aus technischen Gründen“ bis Freitag verschoben, wie aus der ukrainischen Regierung verlautete.


Merkel telefoniert mit Putin über Lage in Ukraine

19:35 Uhr

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt, sie sei mit Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Telefongespräch einer Meinung gewesen, dass alles Notwendige getan werden müsse, um eine Eskalation der Gewalt in der Ukraine zu verhindern.


Kein Ende der Gewalt in Kiew in Sicht

19:15 Uhr

In Kiew reißt die Gewalt nach den Straßenschlachten mit mindestens 26 Toten und vermutlich mehr als 1000 Verletzten nicht ab. Auf dem Unabhängigkeitsplatz Maidan setzten am Mittwoch Polizeikräfte Wasserwerfer gegen Demonstranten ein, diese warfen Steine und Brandsätze.


Regierungsgegner besetzen wieder Gebäude in Kiew

19:01 Uhr

Nach dem Verlust ihres Hauptquartiers im Gewerkschaftshaus haben ukrainische Regierungsgegner in Kiew andere Gebäude besetzt. Aktivisten stürmten örtlichen Medien zufolge am Mittwoch das gegenüberliegende Hauptpostamt, das Haus des Rundfunk- und Fernsehkomitees sowie das Agrarministerium. Das Gewerkschaftshaus war durch ein Großfeuer verwüstet worden.


Präsident droht

18:53 Uhr

Janukowitsch warf den Regierungsgegnern seinerseits den Versuch einer gewaltsamen Machtübernahme vor. Sollten sich die Oppositionsführer nicht von radikalen Kräften distanzieren, werde er "andere Töne anschlagen", drohte der Präsident. Die Demonstranten seien "Kriminelle, die vor Gericht gehören".


Klitschko: "Stadt im Belagerungszustand"

18:52 Uhr

Der Oppositionspolitiker Vitali Klitschko erhob schwere Vorwürfe gegen Staatschef Viktor Janukowitsch. "Jeder Kiewer ist eine Geisel des blutigen Diktators", sagte Klitschko einer Mitteilung zufolge. "Heute ist die Stadt im Belagerungszustand", betonte der Ex-Boxweltmeister. (Archivfoto: Reuters)


Polen demonstrieren Solidarität mit ukrainischen Gewaltopern

18:34 Uhr

Hilfsorganisationen in Polen haben zu Spenden für die Opfer der Gewalt in der Ukraine aufgerufen. Die polnische Caritas und die Stiftung "Erziehung zur Demokratie" richteten Spendenkonten ein. Die Stiftung "Offener Dialog", die seit Wochen Teams von Freiwilligen als Beobachter der Proteste in der Ukraine hat, sammelt Geldspenden für Medikamente für verletzte Demonstranten, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP am Mittwoch. Auch Rechtshilfe ist dem Bericht zufolge zunehmend gefragt. Ukrainer in Polen, die sich angesichts der Eskalation der Gewalt in ihrer Heimat vor einer Rückkehr fürchteten, suchten nach Möglichkeiten, ihre Aufenthaltsgenehmigung zu verlängern.


UNHCR-Chef über Gewalteskalation besorgt

18:23 Uhr

Auch der UNO-Flüchtlingshochkommissar Antonio Guterres hat sich besorgt über die Lage in der Ukraine gezeigt. Er "hoffe fest", dass in der Ex-Sowjetrepublik keine Situation entstehe, in der das UNHCR benötigt werde, sagte er am Mittwoch im Gespräch mit der APA in Wien.

"Wir hoffen, dass die Ukrainer fähig sind, Lösungen für ihre Probleme zu finden", sagte Guterres mit Blick auf Stimmen, die nach der jüngsten Eskalation der Gewalt bei den Anti-Regierungs-Protesten in Kiew einen Bürgerkrieg befürchten. "Es wäre ein totales Desaster, wenn wir plötzlich (...) eine Flüchtlingskrise haben", warnte der UNHCR-Chef.

Wenn man sieht, was in Syrien passiert, dann muss man verstehen, dass man alles tun muss, um andere Bürgerkriege in der Welt zu vermeiden. (...) Es ist die Pflicht der internationalen Gemeinschaft, sicherzustellen, dass das nirgendwo anders auch so etwas passiert.


+++ Ukrainischer Führung entgleitet Kontrolle über Westen des Landes +++

17:25 Uhr

Der ukrainischen Führung entgleitet im Machtkampf mit der Opposition zunehmend die Kontrolle über den pro-europäischen Westen des Landes. Am Mittwoch erklärten Gegner von Präsident Viktor Janukowitsch die Großstadt Lviv (Lemberg) für politisch autonom. Vorausgegangen war eine Nacht der Gewalt, in der Demonstranten öffentliche Gebäude besetzten und die Polizei zur Aufgabe zwangen.

Die Regionalversammlung von Lviv warf der Regierung in Kiew vor, in der fast 500 Kilometer östlich gelegenen Hauptstadt einen „offenen Krieg“ gegen die Demonstranten zu führen. Daher nehme sie die Exekutive in ihrem Gebiet in eigene Hände. Lokale Medien berichteten von ähnlichen Vorgängen in mehreren anderen westlichen Städten, wo Regierungsgegner ebenfalls öffentliche Gebäude besetzt hielten.


USA: Gewalt in Kiew "vollkommen abscheulich"

17:07 Uhr

Als "vollkommen abscheulich" haben die USA am Mittwoch die Gewalt in Kiew bezeichnet. Das Weiße Haus in Washington erneuerte zugleich seinen Appell an den ukrainischen Staatschef Viktor Janukowitsch, die Lage zu beruhigen. Der Vize-Berater für nationale Sicherheit, Ben Rhodes, sagte an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One, für eine derartige Gewalt sei "im 21. Jahrhundert kein Platz".


Steinmeier und Fabius am Donnerstag mit Sikorski in Kiew

16:58 Uhr

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) reist am Donnerstag in der Früh gemeinsam mit seinem französischen Kollegen Laurent Fabius nach Kiew. Das teilte Fabius am Mittwoch in Paris mit. Die beiden wollen demnach den polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski begleiten, der am Mittwoch bereits auf dem Weg in die ukrainische Hauptstadt war.


Gauck verurteilt Gewalt gegen Demonstranten in Ukraine

16:51 Uhr

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hat das Vorgehen der ukrainischen Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten in Kiew scharf verurteilt. „Es ist nicht hinnehmbar, ... dass gegen friedliche Demonstranten mit dieser Härte vorgegangen wird, dass Todesopfer zu beklagen sind“, sagte das Staatsoberhaupt am Mittwoch in Berlin. Er rief Regierung wie Demonstranten auf, den Streit friedlich auszutragen. „Wir stehen an der Seite derer, die für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit dort kämpfen“, sagte Gauck. „Unsere Botschaft an die Menschen in der Ukraine lautet: Wir Europäer lassen die Demokraten dort nicht allein.“ Es ist ungewöhnlich, dass sich ein deutsches Staatsoberhaupt zu aktuellen außenpolitischen Entwicklungen äußert.


EU-Staaten einig über Sanktionen

16:43 Uhr

Die EU-Staaten haben sich nach polnischen Angaben grundsätzlich darauf verständigt, wegen des Gewaltausbruchs in Kiew Sanktionen gegen ukrainische Regierungsvertreter zu verhängen. Der stellvertretende polnische Außenminister Piotr Serafin sagte, Ministerpräsident Donald Tusk habe in seinen Telefonaten mit anderen EU-Staats- und Regierungschefs volle Zustimmung für Strafmaßnahmen erhalten.


USA annullieren Visa von ukrainischen Funktionären

16:41 Uhr

Angesichts der Gewalt in Kiew gegen die Opposition haben die USA Visa für mehrere ukrainische Beamte annulliert sowie weitere Strafmaßnahmen angekündigt. Das teilte der US-Botschafter in Kiew, Geoffrey Pyatt, am Mittwoch mit. "Was Sanktionen angeht, so haben die USA bereits Visa von Funktionären annulliert, bei denen wir eine direkte Verbindung zur Gewaltanwendung auf dem Maidan sehen", sagte Pyatt. Er erwarte in Kürze weitere Ankündigungen aus Washington. Mehrere Instrumente lägen auf dem Tisch.


Polnisches Außenministerium warnt vor Ukraine-Reisen

16:39 Uhr

Angesichts der Zuspitzung der Lage in der Ukraine warnt das polnische Außenministerium vor Reisen in das Nachbarland. Orte von Massenversammlungen und Regierungsgebäude sollten gemieden werden, hieß es am Mittwoch in einer auf der Webseite des Ministeriums veröffentlichten Reisewarnung. Das Ministerium riet zur Verschiebung von Reiseplänen vor allem nach Kiew und Lviv. Die Fluggesellschaft LOT sowie der Bahnbetreiber PKP boten ihren Kunden an, Tickets zu stornieren oder auf einen späteren Termin umzubuchen.


Ungarn schließt Flüchtlingswelle aus der Ukraine nicht aus

16:39 Uhr

Ungarn bereitet sich auf eine mögliche Flüchtlingswelle aus der Ukraine vor. Das sagte Regierungssprecher Andras Giro-Szasz am Mittwoch nach Angaben der ungarischen Nachrichtenagentur MTI. Ungarn beobachte die Lage im von Unruhen geschüttelten Nachbarland auch mit Blick auf die Lage der rund 150.000 dort als Minderheit lebenden ethnischen Ungarn. Bislang habe der Reiseverkehr aus der Ukraine nach Ungarn nicht zugenommen, fügte das Außenministerium in Budapest hinzu. Ungarn rufe die Konfliktparteien im Nachbarland auf, die Gewaltakte einzustellen, hieß es weiter aus dem Außenamt.


Merkel und Hollande für Sanktionen 2

16:36 Uhr

Deutschland und Frankreich treten nach der brutalen Gewalt in der Ukraine gemeinsam für Sanktionen gegen die Verursacher ein. An diesem Donnerstag kommen die Außenminister der Europäischen Union (EU) deshalb in Brüssel zu einem Krisentreffen zusammen.

Merkel sagte, das Vorgehen der Sicherheitskräfte könne man "nicht einfach hinnehmen". Bei Sanktionen müssten aber auf jeden Fall die Verursacher getroffen werden. "Es hat im Augenblick keinen Sinn Sanktionen zu machen, die die Zivilbevölkerung treffen." Weiter sagte die Kanzlerin: "Sanktionen allein reichen aber nicht. Wir müssen den politischen Prozess wieder in Gang bringen." Dazu sollten auch die Kontakte "in Richtung Russland" genutzt werden.

Merkel bezeichnete die Bilder vom Unabhängigkeitsplatz (Maidan) als "schockierend". "Wir fühlen mit den Menschen, die auf dem Maidan und anderswo unter der Gewalt zu leiden haben. Wir werden alles in unserer Kraft Stehende dafür tun, damit ein politische Dialog wieder in Gang kommt." Dabei gehe es um die Bildung einer Übergangsregierung und freie Wahlen. Dabei sei man auch zu Gesprächen mit Präsident Viktor Janukowitsch bereit. Voraussetzung sei allerdings, dass der Präsident "auch zu diesen Gesprächen zu Verfügung steht".


Kurz: Österreich für "zielgerichtete Sanktionen"

16:26 Uhr

Österreich unterstützt die EU-Sanktionspläne gegen die Ukraine. Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) sagte der APA am heutigen Mittwoch, "dass wir für zielgerichtete Sanktionen sind gegen jene, die für die Gewalteskalation verantwortlich ist". Er habe dies Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) "vorgeschlagen und mit ihm abgesprochen".

"Europa darf nicht wegsehen, wenn in unmittelbarer Nachbarschaft Menschen erschossen werden", betonte der Außenminister. "Gewalt darf nicht straffrei sein", so Kurz, der aus Protest gegen die Gewalteskalation am heutigen Mittwoch auch den ukrainischen Botschafter ins Außenministerium hatte zitieren lassen. Kurz wollte sich nicht auf die Art der Sanktionen festlegen.


Demonstration gegen ukrainisches Regime in Wien

16:15 Uhr

Rund 130 Personen haben nach Polizeiangaben am Mittwoch vor dem Wiener Parlament gegen das ukrainische Regime demonstriert. "Es ist wie Krieg, Frauen werden von hinten in den Rücken geschossen" schilderte Anna Iarotska vom Verein "Demokratische Ukraine" die Geschehnisse in ihrem Heimatland. Die Lösung seien Neuwahlen, sie könne sich nicht vorstellen, dass Präsident Viktor Janukowitsch noch einmal "irgendwas" gewinnen könne. Bis dahin würden die Proteste weitergehen, so Iarotska."Wir fordern Sanktionen. Die hochrangigsten ukrainischen Politiker haben Konten und Zweitwohnsitze in Österreich. Falls wir gewinnen und die Regierung stürzt, dürfen die Politiker nicht ein schönes Leben in Österreich führen können", betonte Iarotska.

Die Proteste verliefen laut Polizei friedlich. Bei gemeinsamen Gebeten und Liedern wurde der Opfer der Gewalt in der vergangenen Nacht in Kiew gedacht. Viele Menschen weinten, auch die Sprecher der Kundgebung waren emotional. Immer wieder forderten sie Österreich und die EU auf, Konten von ukrainischen Machthabern einzufrieren und die Demonstranten in der Ukraine bei ihrer Forderung nach Neuwahlen zu unterstützen.


Geheimdienst startet landesweite "Anti-Terror-Aktion"

15:55 Uhr

Nach tödlichen Straßenschlachten in Kiew hat der ukrainische Geheimdienst SBU eine "Anti-Terror-Aktion" im ganzen Land gestartet. "Radikale und extremistische Gruppierungen stellen mit ihren Handlungen eine reale Gefahr für das Leben von Millionen Ukrainern dar", teilte der SBU am Mittwoch mit.Mit Waffengewalt, Brandstiftung, Entführungen und Mord versuchen die "Extremisten" nun, ihre Ziele durchzusetzen. "Das sind konkrete Terrorakte." Organisationen, die als terroristisch eingestuft werden, dürfen laut Gesetz "liquidiert" werden. Der SBU hatte zuvor mitgeteilt, wegen versuchten Staatsstreichs gegen "einzelne Politiker" zu ermitteln.


Finanzstaatssekretärin: Oligarchen-Konten in Österreich sperren

15:44 Uhr

Österreichs Finanz-Staatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) hat sich für eine Sperrung von Oligarchen-Konten in Österreich ausgesprochen. "Das wäre ein politisches Signal, um die ukrainische Demokratiebewegung zu unterstützen", teilte Steßl am Mittwoch mit."Ich bin für eine Sperre der österreichischen Bankkonten all jener Oligarchen, die nachgewiesenermaßen jene Kräfte in der Ukraine unterstützen, die für die Eskalation der Gewalt verantwortlich sind", erklärte Steßl. Die Sperre solle aber "jedenfalls" im europäischen Gleichklang erfolgen.

In welchem Ausmaß auch österreichische Banken von den Kontenschließungen betroffen sein werden, hängt davon ab, welche Personen auf die Sanktionsliste der EU kommen werden. Es wird erwartet, dass auch Personen aus dem engsten Umfeld von Präsident Viktor Janukowitsch darunter sein werden. EU-Spitzenpolitiker hatten ihn für die gewaltsame Eskalation verantwortlich gemacht.

Im Fokus der ukrainischen Opposition stehen insbesondere die Geschäftsverbindungen des Leiters von Janukowitsch' Präsidentschaftskanzlei, Andrij Kljujew, nach Österreich. Kljujew besitzt mit seinem Bruder Serhij die Wiener Slav AG. Einen Österreich-Bezug gibt es auch beim umstrittenen Meschihirja-Anwesen von Präsident Janukowitsch. Bis 2012 war jene ukrainische Firma, die einen Großteil des Areals gepachtet hat, im Besitz einer Firma in Wien-Margarethen.

Für Aufsehen sorgten auch die Österreich-Verbindungen des im Jänner zurückgetretenen ukrainischen Ministerpräsidenten Mykola Asarow. Seine Schwiegertochter leitet laut Firmenbuch eine Galerie am Wiener Parkring und besitzt Anteile an einem Hochglanzmagazin. Sohn Oleksej Asarow, der Parlamentsabgeordneter der regierenden "Partei der Regionen" ist, verfügte laut Kiewer Medienberichten zumindest in der Vergangenheit über einen Wohnsitz in Wien-Währing.


Merkel und Hollande für Sanktionen

15:15 Uhr

Diejenigen, die sich für diese Taten zu verantworten haben, müssen wissen, dass sie auf jeden Fall sanktioniert werden.Frankreichs Präsident Francois Hollande bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Paris.


EU wird Sanktionen beschließen

14:54 Uhr

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat bestätigt, dass die EU-Außenminister bei einem Sondertreffen am Donnerstag "finanzielle Sanktionen und Visabeschränkungen" gegen die politische Führung der Ukraine beschließen werden. Die EU werde "auf die Verschlechterung der Lage an Ort und Stelle mit gezielten Maßnahmen reagieren", teilte Van Rompuy am Mittwoch in Brüssel mit.Die Politiker der EU seien "alarmiert" wegen der Eskalation der politischen Krise in der Ukraine, sagte der EU-Ratspräsident. Zugleich bekräftigte er die Bereitschaft der Europäischen Union zu weiterer Hilfe für die Ukraine. "Die EU ist bereit, die Ukraine in ihren Bemühungen um Reformen und eine Stärkung der Demokratie und der Wirtschaft zu unterstützen", heißt es. Wichtig sei nun vor allem eine Deeskalation. Die Behörden müssten dafür sorgen, dass die Verantwortlichen für exzessive Gewalt zur Rechenschaft gezogen werden. Van Rompuy forderte die Behörden auf "einen wirklichen Dialog mit der Opposition zu suchen".


Polnischer Außenminister soll vermitteln

14:35 Uhr

Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski soll im Auftrag der Europäischen Union im Konflikt in der Ukraine vermitteln. Er werde demnächst nach Kiew reisen, teilte Sikorski am Mittwoch über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Dies geschehe "auf Aufforderung" der EU-Außenbeautragten Catherine Ashton.Der frühere deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder wollte die Rolle nicht übernehmen. Eine Einzelperson könne dies nicht übernehmen, sagte er "Spiegel Online". Nur die Vereinten Nationen seien dazu in der Lage. Die EU könne dagegen unmöglich in dem Konflikt vermitteln, da sie "den Fehler gemacht" habe, die Opposition einseitig zu unterstützen. Sie sei "nun selbst Partei". Sanktionen gegen das Land lehnte Schröder ab.


Ein neuer Höhepunkt in einem jahrelangen Machtkampf

13:59 Uhr


Papst ruft zu Ende der Gewalt auf

13:47 Uhr

Nach den nationalen Kirchenoberhäuptern hat sich nun auch das Oberhaupt der katholischen Kirche zu Wort gemeldet. "Mit Besorgnis verfolge ich, was in diesen Tagen in Kiew passiert", sagte Papst Franziskus heute bei der wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom. "Ich versichere dem ukrainischen Volk meine Nähe und ich bete für die Opfer der Gewalt, für ihre Familien und die Verletzten." Gleichzeitig appellierte der Pontifex vor Tausenden Pilgern an alle Parteien in der Ukraine, "jede gewaltsame Aktion zu beenden sowie Einigkeit und Frieden für das Land zu suchen."


+++ EU-Förderbank legt Projekte auf Eis +++

13:37 Uhr

Nach der Eskalation der Gewalt in der Ukraine legt die Europäische Investitionsbank (EIB), die Hausbank der EU, ihre Projekte in dem östlichen Nachbarland auf Eis. "Wir haben unsere Aktivitäten gestoppt, weil es nötig ist abzuwarten, wie die wirtschaftliche und politische Entwicklung verläuft", sagte Bankchef Werner Hoyer am Mittwoch in Brüssel. "Die EU-Bank ist Teil der europäischen Stimme." Die EIB unterstütze unter anderem in der Ukraine eine Verbesserung der Luftverkehrskontrolle, außerdem gebe es eine Kreditlinie von 220 Millionen Euro für mittelständische Unternehmen. Die Förderbank wird von den 28 EU-Staaten getragen.


Politologin warnt vor Bürgerkrieg

13:26 Uhr

Die Kräfteverhältnisse im ukrainischen Machtkampf sind nach Ansicht der deutschen Politologin Julia Langbein schwer einzuschätzen. "Es ist nicht so, dass der Euromaidan das Volk der Ukraine darstellt", betonte sie am Mittwoch. Da das Regime im Süden und Osten Rückhalt habe, drohe ein Bürgerkrieg. Zugleich kritisierte sie, dass die EU nicht schon längst Sanktionen verhängt hat.In der Ukraine gebe es "eine schweigende Masse, die schwer einzuschätzen ist", sagte die Expertin. Es sei unklar, ob sie im Lager von Janukowitsch stehe oder einfach apolitisch sei. Auch fehle es den Menschen im mehrheitlich russischsprachigen Osten und Süden des Landes an Informationen über die Vorgänge im Land. In diesen Regionen gebe es etwa kaum Zugang zum Internet, dem wichtigsten Kommunikationsmittel der Opposition. Eine mögliche Spaltung des Landes oder gar ein Bürgerkrieg sei "eine große Gefahr", sagte Langbein.Somit ist es auch nicht sicher, dass vorgezogene Neuwahlen tatsächlich einen Sieg der pro-westlichen Opposition bringen würden. Allerdings sei es "sehr unwahrscheinlich", dass Präsident Viktor Janukowitsch im Amt bestätigt würde, weil er auch massiv an Rückhalt im eigenen Lager verloren habe.Langbein warnte auch davor, die Opposition zu idealisieren. Auf die Frage, ob nach einem Umsturz ein ähnliches Szenario wie in einigen arabischen Ländern drohen könnte, sagte die Expertin: "Diese Gefahr sehe ich auf jeden Fall. Wir wissen nicht, wer von der Opposition an die Macht kommt." Die Entwicklungen nach der Orangenen Revolution im Jahr 2004 seien das beste Beispiel dafür, als mit Viktor Juschtschenko und Julia Timoschenko nur andere Oligarchen an die Macht gekommen seien.Für den jetzigen Oppositionsführer Vitali Klitschko spreche, dass er aufgrund seiner Auslandsaufenthalte in den 1990er Jahren "nicht Teil der korrupten Machtstruktur" sei, doch sei fraglich, wie groß sein Einfluss innerhalb der Opposition tatsächlich sei. "Man darf die nationalistischen Parteien nicht unterschätzen", sagte Langbein etwa mit Blick auf die als extremistisch und rassistisch kritisierte "Swoboda"-Partei.Scharfe Kritik übte die Expertin der Freien Universität Berlin an der bisherigen Rolle der Europäischen Union, die sich schon längst durch die Verhängung von Sanktionen gegen das Regime "klar positionieren" hätte müssen. "Das Stillschweigen hat nicht viel gebracht", sagte sie mit Blick auf die bisherigen Vermittlungsbemühungen von EU-Politikern. Das Fehlen von Sanktionen habe nur dazu geführt, "dass Janukowitsch sich nicht unter Druck gesetzt gefühlt hat, sich zu verändern".Daher sei sie auch nicht überrascht von der jüngsten Eskalation der Gewalt. Der Frust der Demonstranten sei nämlich in den vergangenen Wochen immer größer geworden, "weil die Forderungen der Opposition von der Regierung nicht ernst genommen wurden", sagte Langbein. So habe es keine Aussicht auf Neuwahlen gegeben und auch sei Janukowitsch nicht zurückgetreten.


Janukowitsch erklärt 20. Februar zum Trauertag

13:23 Uhr

Janukowitsch erklärte den morgigen Donnerstag zum landesweiten Tag der Trauer für die Opfer der Straßenschlachten in Kiew. Zum Gedenken an die mindestens 25 Toten sollten an allen staatlichen Gebäuden in der Ex-Sowjetrepublik die Fahnen auf halbmast gesenkt werden, ordnete der Präsident an. Zudem sollten Konzerte und Sportveranstaltungen abgesagt werden. Fernseh- und Radiosender wurden aufgefordert, ihr Programm "angemessen" zu ändern, hieß es.


Regierung fordert "maximale Objektivität"

13:20 Uhr

Die ukrainische Führung hat die internationale Gemeinschaft zu "maximaler Objektivität" bei der Einschätzung der schweren Krise im Land aufgefordert. Die "Partner" sollten ihr Urteil allein auf Basis "verlässlicher und bewiesener Fakten" fällen, forderte das Außenministerium in Kiew. Die Opposition habe nämlich die Demonstranten zum bewaffneten Kampf aufgerufen. Hingegen habe die Staatsführung stets ihren "Willen zu Kompromiss und Dialog" demonstriert. "Daher ist die Opposition vollständig verantwortlich für den beispiellosen Ausbruch von Gewalt und Gesetzlosigkeit", hieß es in der Mitteilung.


"Ein Bürgerkrieg vor unserer Haustür muss verhindert werden"

13:18 Uhr

Der Vizepräsident des EU-Parlaments, Othmar Karas, betonte, die ukrainische Regierung müsse alles tun, um das Blutbad sofort zu beenden. Ein Bürgerkrieg vor unserer Haustür müsse verhindert werden. Auch er forderte den Rücktritt des ukrainischen Staatspräsidenten Viktor Janukowitsch. Außerdem forderte Karas, die EU-Geldwäscherichtlinie dazu zu nutzen, um zu "prüfen, ob das ukrainische Geld außerhalb der Ukraine sauber ist".


EU-Sanktionen könnten schnell greifen

13:16 Uhr

Sollten sich die EU-Staaten auf Sanktionen gegen die Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine einigen, könnten diese "restriktiven Maßnahmen" nach dem geltenden Lissabon-Vertrag schnell in die Praxis umgesetzt werden. Dies versicherte Maja Kocijancic, Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton heute in Brüssel. Derzeit prüfen die EU-Staaten bei einer Sitzung der EU-Botschafter in Brüssel "alle möglichen Optionen", betonte die Sprecherin. Welche "restriktiven Maßnahmen" erwogen werden sagte sie nicht. "Wir können dazu jetzt nicht spekulieren." Üblicherweise verhängt die EU bei gezielten Sanktionen Einreiseverbote und Kontosperren gegen die Verantwortlichen im Ausland.Ein weiterer Kommissionssprecher erklärte, trotz der eskalierenden Gewalt sei eine Unterzeichnung des Assoziationsabkommens mit der Ukraine denkbar. "Das ist immer denkbar". Es gehe um die Unterstützung des ukrainischen Volkes und der Reformbemühungen.


"Kein Staatsoberhaupt, das so viel Blut an den Händen hat, kann im Amt bleiben"

12:07 Uhr

Der Vorsitzende der Sozialdemokraten im EU-Parlament, Hannes Swoboda, fordert den Rücktritt von Präsident Janukowitsch. Mit mindestens 25 bestätigen Todesopfern und zahlreichen berichteten Grausamkeiten handle es sich um die gewalttätigsten Auseinandersetzungen in der Ukraine. Janukowitsch spiele nur mit der Opposition und dem ukrainischen Volk, wenn er behaupte, in einen Dialog zu treten. "Genauso wie er mit der EU sein Spiel trieb, als er vorgab, das Assoziierungsabkommen unterzeichnen zu wollen. Ob er weder den Willen noch die Macht hat, eine friedliche Lösung zu erreichen, zählt nicht länger. Mit so viel Blut an den Händen kann er nicht länger im Amt bleiben".


Klitschko kündigt weiteres Treffen mit Janukowitsch an

11:54 Uhr

Nach dem gescheiterten nächtlichen Krisentreffen kündigte Oppositionsführer Vitali Klitschko am Mittwoch ein weiteres Treffen der Opposition mit Präsident Janukowitsch an. Dieser wolle noch heute ein neues Gespräch - "wir sind dazu bereit", sagte Klitschko der "Bild-Online". Forderung der Opposition sei der Stopp des Polizeieinsatzes. "Es muss einen Waffenstillstand für Verhandlungen geben."


Putin gibt "Extremisten" die Schuld an der Gewalt

11:41 Uhr

Kremlchef Wladimir Putin hat "Extremisten" für die tödlichen Straßenschlachten in Kiew verantwortlich gemacht. Der russische Präsident verurteile die Gewalt scharf und betrachte die Vorgänge als versuchten Staatsstreich, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow. Putin habe in der Nacht mit seinem ukrainischen Kollegen Janukowitsch telefoniert. Die Lösung der Krise im Nachbarland liege ausschließlich in der Kompetenz der ukrainischen Behörden. Das Außenministerium in Moskau forderte die Opposition in Kiew auf, der "rechtmäßigen Führung" keine "Drohungen und Ultimaten" zu stellen.


Geheimdienst ermittelt wegen versuchten Staatsstreichs

11:26 Uhr

Der Geheimdienst SBU hat unterdessen Ermittlungen gegen "einzelne Politiker" wegen versuchten Staatsstreichs aufgenommen. Namen nannte der SBU zunächst nicht. Zuvor hatte der kommissarische Regierungschef Sergej Arbusow der Opposition dasselbe Verbrechen vorgeworfen.


Soldaten nach Kiew beordert

11:23 Uhr

Der kommissarische ukrainische Verteidigungsminister Pawel Lebedew hat angeordnet, Luftlandetruppen zur Verstärkung nach Kiew zu verlegen. Die Soldaten der 25. Brigade aus der Großstadt Dnjepropetrowsk sollten Waffen- und Munitionsdepots sichern, sagte Lebedew am Mittwoch der russischen Staatsagentur Itar-Tass. Ein Einsatz von Soldaten ist erst nach Ausrufung des Ausnahmezustandes per Gesetz erlaubt - dies steht nach Angaben von Regierungsmitgliedern bisher nicht zur Debatte. Zu einer Brigade gehören etwa 500 Einsatzkräfte.


EU-Sanktionen immer wahrscheinlicher

11:02 Uhr

Sanktionen gegen die ukrainische Führung werden immer wahrscheinlicher. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte am Mittwoch, es würden "wahrscheinlich" EU-Sanktionen verhängt. Auch der polnische Regierungschef Donald Tusk sagte, "die Verantwortung für die Gewalt hat die Regierung". Er wolle sich bei den europäischen Regierungschefs und EU-Institutionen für persönliche und finanzielle Sanktionen gegen die "Verursacher des ukrainischen Unglücks" einsetzen.

Auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erwartet Sanktionen. "Wir haben deutlich gemacht, dass die EU auf jede Verschlechterung der Lage reagieren wird. Wir erwarten daher, dass gezielte Maßnahmen gegen die Verantwortlichen für Gewalt und übermäßige Gewalt dringlichst von unseren Mitgliedsregierungen gemäß dem Vorschlag der EU-Außenbeauftragten (Catherine Ashton, Anm.) beschlossen werden können."

Diese teitle am Mittwoch mit, sie habe das Politische und Sicherheitspolitische Komitee (PSK) der EU gebeten, "alle Optionen der Antwort" auf die Lage in derUkraine zu prüfen. Dazu gehörten auch "restriktive Maßnahmen gegen die Verantwortlichen für Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen". In dem Komitee sind Botschafter aller EU-Regierungen vertreten. Das Gremium trat heute Vormittag in Brüssel zu einer Sondersitzung zusammen. Für Donnerstag berief Ashton die EU-Außenminister zu einer Ukraine-Sondersitzung nach Brüssel ein.


Aktuelle Bilder vom Maidan

10:45 Uhr


10:45 Uhr


Polens Ex-Präsident: Maidan ist ukranischer Tiananmen

10:29 Uhr

In gewissem Sinn ist der Maidan der ukrainische Tiananmen."

Der ehemalige polnische Präsident und Ukraine-Vermittler Aleksander Kwasniewski vergleicht die aktuelle Situation in Kiew gegenüber dem polnischen Rundfunksender RMF mit der Niederschlagung der chinesischen Studentenproteste in Peking 1989. Kwasniewski hält EU-Sanktionen gegen die Ukraine für nötig. Er halte auch persönliche Sanktionen gegen ukrainische Regierungsmitglieder und Oligarchen für richtig und hoffe auf eine schnelle Entscheidung aus Brüssel.

Nach dem, was geschehen ist, hat die EU meiner Ansicht nach keinen anderen Ausweg. (...) Ich fürchte, die dünne rote Linie ist überschritten. (...) Das dramatischste, schlimmste Szenario einer Situation, die außer Kontrolle gerät, wo die Regierung nicht verhandeln will und die Opposition nicht die Kraft hat, alle Aktionen zu beherrschen ... ist eingetreten."


Kirche fordert Ende der "brüdermörderischen Gewalt"

09:58 Uhr

Die Kirchen in der Ukraine rufen zu einem sofortigen Ende der "brudermörderischen Gewalt" im Land auf. Patriarch Filaret, Oberhaupt der von Moskau unabhängigen orthodoxen Landeskirche, verurteilte am Mittwoch laut einer Aussendung der Kathpress das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Regierungsgegner scharf. Er rief Staatspräsident Janukowitsch und die Oppositionsführer auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ein "positives Ergebnis" zu erzielen. Janukowitsch trage die Hauptverantwortung für die Entwicklung.Der griechisch-katholische Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk ordnete gestern Abend an, wegen der "Gefahr des Brudermordes" alle Kirchenglocken zu läuten. "Im Namen Gottes verurteile ich Gewalt und die Missachtung von Menschenrechten und des Willens des Volkes", hieß es in einer schriftlichen Erklärung des Oberhaupts der mit Rom verbundenen ukrainischen Kirche. Die Machthaber trügen die volle Verantwortung für das, was im Land passiere.

Ärzte versorgten und operierten Schwerverletzte auch in der orthodoxen Michaelskirche. Aus dem in Brand geratenen Gewerkschaftshaus, dem Hauptquartier der Opposition, war die Krankenstation in das in der Nähe des Maidan gelegene Gotteshaus verlegt worden. Auch in der griechisch-katholischen Kathedrale der Hauptstadt wurde ein Lazarett eingerichtet.


Regierung wirft Gegnern versuchten Staatsstreich vor

09:44 Uhr

Dies ist kein Ausdruck von Demokratie und einer gesellschaftlichen Einstellung der Menschen. (...) Dies ist eine Manipulation der Köpfe der Menschen und ein Versuch, gewaltsam die Macht zu ergreifen."

Der geschäftsführende Regierungschef Sergej Arbusow unterstellte der Opposition am Mittwoch zum Auftakt einer Kabinettssitzung einen versuchten Staatsstreich.


Regierungsgegner rüstet sich für neue Auseinandersetzungen

09:39 Uhr

Bringt alles zu den Barrikaden, das brennt und alles, das sie verstärkt"

Die Regierungsgegner auf dem Maidan bereiten sich auf neue Zusammenstöße mit Sicherheitskräften vor, wie örtliche Medien berichten. Tausende Menschen harren weiter auf dem seit Monaten besetzten Platz aus. Die gewaltsame Gegenwehr sei gesetzlich legitimiert, behaupten die Redner und rufen zum Durchhalten auf:

Rennt nicht weg, wenn sie kommen!"


08:20 Uhr

Verletzte Demonstranten werden in der Michaelskathedrale versorgt. Nach unbestätigten Medienberichten liegen im dazugehörigen Kloster noch zusätzliche Leichen aufgebahrt.


Lage weiter unruhig

08:11 Uhr

Nach Berichten von Augenzeugen war die Lage Mittwochfrüh zunächst ruhiger, aber weiterhin angespannt. Beide Seiten stehen sich weiter gegenüber, mit gelegentlichen Zusammenstößen. Rauchschwaden ziehen über das Zentrum. Die Metro ist weiterhin komplett gesperrt. Aus dem nationalistisch geprägten Westen der früheren Sowjetrepublik kamen am Morgen Busse mit weiteren Demonstranten in Kiew an.


08:03 Uhr

Livestream vom Maidan: Noch immer türmen sich meterhohe Rauchsäulen über dem Unabhängigkeitsplatz auf. Immer wieder sind Schüsse und/oder Explosionen zu hören.


Bereits 25 Tote

07:56 Uhr

Die Zahl der Toten ist nach jüngsten offiziellen Angaben auf 25 gestiegen. Auch mindestens ein Journalist war unter den Todesopfern. 241 weitere Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch in Krankenhäuser gebracht, unter ihnen 79 Polizisten und fünf Journalisten.


20 Todesopfer bestätigt

07:23 Uhr

Das Innenministerium in Kiew teilte am Mittwoch mit, dass neun Polizisten bei den Ausschreitungen starben. Das Gesundheitsministerium gab die Zahl der getöten Demonstranten mit elf an. Auch mindestens ein Journalist der ukrainischen Tageszeitung "Westi" war unter den Todesopfern. Er wurde von unbekannten Maskierten erschossen. Nach unbestätigten Berichten liegen noch zusätzliche Leichen im Michailowski-Kloster der ukrainischen Hauptstadt aufgebahrt, wie Medien berichteten.


06:14 Uhr

Die Opferzahlen sind im Lauf der Nacht weiter gestiegen. Es sind angeblich bereits mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Das Innenministerium teilte mit, mittlerweile seien sieben Polizisten getötet worden. Zudem bestätigten Gesundheitsministerium wie Opposition den Tod von mindestens 14 Demonstranten. Die Flammen am Unabhängigkeitsplatz lodern auch am Mittwochmorgen weiter.


Feuer am Maidan brennen weiter

02:52 Uhr

Rund um den Unahängigkeitsplatz brennen die Feuer weiter. Mit diesem Bild verabschieden wir uns für kurze Zeit. Ab 6 Uhr melden wir uns wieder.


Feuer im Hauptquartier der Demonstranten in Kiew

02:48 Uhr

Gegen Mitternacht geriet das Hauptquartier der Regierungsgegner am Unabhängigkeitsplatz in Brand. Die Feuerwehr konnte die Flammen mittlerweile teilweise löschen, meldete die dpa. Dagegen twitterte ein WDR-Journalist, dass das Gebäude wohl nicht mehr zu retten sei. Ob Menschen bei dem Brand zu Schaden kamen, ist noch nicht bekannt.


Schulen und Kindergärten geschlossen

02:39 Uhr

Angesichts der schweren Straßenschlachten ordnete die Kiewer Stadtverwaltung die Schließung von Schulen und Kindergärten im Zentrum für Mittwoch an.

Bereits am Dienstagnachmittag wurde die U-Bahn komplett geschlossen. "Alle Haltestellen sind zu. Die Metro fährt nicht mehr", sagte ein Sprecher der Agentur Interfax. Ab Mitternacht wurde zudem der Autoverkehr in die ukrainische Hauptstadt eingeschränkt.


Janukowitsch-Vertraute kündigte Ansprache des Präsidenten an

02:20 Uhr

Angesichts blutiger Straßenschlachten will sich Präsident Viktor Janukowitsch nach Aussage einer Vertrauten an das Volk wenden. "Der Präsident arbeitet an seiner Rede", sagte die Parlamentarierin Anna German am Dienstagabend. Es blieb unklar, wann die Ansprache gehalten werden soll - angeblich noch in der Nacht.


Polnischer Außenminister verurteilt Gewalt

02:15 Uhr

Die Eskalation der Gewalt kann nach Ansicht des polnischen Außenministers Radoslaw Sikorski nicht ohne Konsequenzen bleiben. Polen verfolge die Entwicklung in dem Nachbarland genau, sagte er am Dienstagabend im Nachrichtensender "TVN24". Ähnlich wie zuvor bereits Regierungschef Donald Tusk sprach Sikorski von Sanktionen, die nicht nur Symbolwert haben sollten."Im politischen Sinn ist das eine schrecklich verspielte Chance", sagte Sikorski über die Entwicklung in der Ukraine nach den jüngsten Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten. Vor der ukrainischen Botschaft in Warschau protestierten am Abend etwa 100 Polen und Ukrainer. "Gewalt führt nicht zur Lösung von Problemen", sagte Pjotr Tyma, Leiter des Verbands der Ukrainer in Polen. "Das Vorgehen der Regierung (in Kiew) beweist, dass die Worte über europäische Bestrebungen und europäisches Recht nur Worte sind.


Oppositionspolitiker verließen Treffen mit Janukowitsch

01:53 Uhr

Der ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch will laut Oppositionsführer Vitali Klitschko die Erstürmung des Protestcamps auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) in Kiew fortsetzen. Janukowitsch habe einen Abbruch des Polizeieinsatzes abgelehnt und die Räumung des Platzes gefordert, sagte Klitschko in der Nacht zum Mittwoch nach einem Treffen mit dem Präsidenten dem Fernsehsender Hromazke.Bei dem Gespräch habe man keine Lösung für ein Ende der Gewalt gefunden, so Klitschko weiter. Als Janukowitsch sich weigerte die Sicherheitskräfte abzuziehen, soll der Oppositionspolitiker das Treffen verlassen haben, berichtete die regierungskritischen Internet-Zeitung "Ukrainska Pravda". Ob die Gespräche zwischen Janukowitsch und dem Oppositionspolitiker Arseni Jazenjuk fortgesetzt wurden, war vorerst nicht klar.


Protestcamp in Flammen

01:50 Uhr

Seit Stunden liefern sich Polizei und Demonstranten auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew schwere Auseinandersetzungen. Dabei wurden auch Zelte der Regierungsgegner in deren Protestcamp in Flammen gesetzt.

Unterdessen spielen sich nach unbestätigten Meldungen am brennenden Hauptquartier dramatische Szenen ab: So sollen sich Menschen mit Seilen aus den oberen Stockwerken abseilen. Tagesschau.de berichtet, dass auch Personen aus Fenstern springen würden und mit Zeltplanen aufgefangen werden sollen.


Gespräch mit Janukowitsch ohne Ergebnis

01:43 Uhr

Die Gespräche zwischen dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und dem Oppositionspolitiker Vitali Klitschko haben in der Nacht zum Mittwoch kein Ergebnis gebracht. Wie die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass berichtete, machte Klitschko nach dem Treffen klar, die Verhandlungen über eine Normalisierung der Lage im Lande seien gescheitert. Klitschko warf Janukowitsch vor, die Situation falsch einzuschätzen.


Kurz verurteilt Gewalt

01:38 Uhr

"Das Außenministerium verurteilt die Eskalation, zu der Barrikaden, Ultimaten und Räumungsbefehle geführt haben." Das teilte das Außenamt am Dienstagabend auf APA-Anfrage mit. Unter Verweis auf die Entwicklungen in der Ukraine hieß es weiters: "Die Regierung muss rasch den Weg zurück finden, bevor die Spirale der Gewalt außer Kontrolle gerät. Gewalt ist nicht die Antwort."

Über den Kurznachrichtendienst twitter verurteilte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) die Gewalt "zur Gänze" und bedauerte den Tod von Zivilisten und Sicherheitskräften. "Jeder trägt die Verantwortung für eine friedliche und gewaltfreie Lösung."


Klitschko traf Janukowitsch

01:32 Uhr

Ein nächtliches Krisentreffen zwischen Präsident Viktor Janukowitsch und der Opposition ist nach Angaben des Oppositionspolitikers Vitali Klitschko ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Bei dem Gespräch habe man keine Lösung für ein Ende der Gewalt gefunden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.


Feuer im Hauptquartier der Demonstranten in Kiew

01:28 Uhr

Das Hauptquartier der Demonstranten, das Gewerkschaftshaus, neben dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) in Flammen. Das Feuer breite sich in diesem riesigen Verwaltungsgebäude schnell aus, meldete die Agentur Interfax in der Nacht zum Mittwoch. Menschen versuchten sich mit Hilfe von Seilen aus den oberen Etagen zu retten.


USA fordern Abzug der Sicherheitskräfte

01:27 Uhr

Die USA haben den ukrainischen Staatspräsident Viktor Janukowitsch zum Rückzug der Sicherheitskräfte und "höchster Zurückhaltung" aufgefordert. In einem Telefonat mit Janukowitsch zeigte sich US-Vizepräsident Joe Biden am Dienstagabend (Ortszeit) tief besorgt über die Eskalation der Gewalt, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses. Die ukrainische Regierung trage eine besondere Verantwortung dabei, die Situation zu entschärfen, sagte er weiter.


Ausschreitungen auch in der Westukraine

01:27 Uhr

Auch in westukrainischen Städten kam es zu schweren Ausschreitungen. In Ternopol rund 360 Kilometer westlich von Kiew versuchten Hunderte Regierungsgegner, ein Polizeigebäude zu stürmen. Die Demonstranten hätten Brandsätze geworfen, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. Das Gebäude stehe in Flammen.

Aus Iwano-Frankowsk und Rowno gab es Berichte über Angriffe. In Lwiw (Lemberg) blockierten örtlichen Medien zufolge etwa 3.000 Menschen eine Polizeikaserne. Die nationalistisch geprägte Gegend nahe der Grenze zu Polen gilt als Hochburg der radikalen Opposition.


Mindestens 18 Tote

01:26 Uhr

Bei den blutigen Straßenschlachten in Kiew ist die Zahl der Toten nach Behördenangaben auf 18 gestiegen. Das ukrainische Innenministerium teilte am Dienstagabend mit, mittlerweile gebe es sieben getötete Polizisten. Zudem bestätigte das Gesundheitsministerium der früheren Sowjetrepublik den Tod von elf Demonstranten. In abweichenden Berichten war von insgesamt 13 Toten die Rede.Zudem wurden nach offiziellen Angaben mindestens 500 Menschen verletzt, davon etwa 300 Sicherheitskräfte. Weit mehr als 100 Verletzte wurden in Kliniken behandelt. Eine Ärztin sprach in einem TV-Interview von mehr als 1.000 verletzten Demonstranten. Die Opposition rief die Bevölkerung zu Blutspenden auf.


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