Gold und Bronze! Snowboarder schlagen im Parallel-Slalom zurück
Julia Dujmovits schlägt am letzten Wettkampftag der Snowboarder noch einmal zu. Die Österreicherin fährt im Parallel-Slalom-Finale zu Gold. Benjamin Karl rundet den tollen Erfolg mit der Bronze-Medaille bei den Herren ab.
Krasnaja Poljana – Die Snowboarderin Julia Dujmovits hat am Samstag für die dritte österreichische Goldmedaille bei den XXII. Olympischen Spielen gesorgt. Die Burgenländerin folgte mit dem Sieg im Parallel-Slalom der Snowboarder den Alpinen Matthias Mayer (Abfahrt) und Anna Fenninger (Super-G) nach. Außerdem gewann der Niederösterreicher Benjamin Karl im Herren-Bewerb Bronze. Er hatte schon 2010 RTL-Silber geholt.
„Ich kann es gar nicht glauben. Ich bedanke mich bei allen, die mir die Daumen gedrückt haben“, suchte Dujmovits im Ziel nach den richtigen Worten. Nach einem schweren Fehler sah sie schon wie die sichere Silbermedaillen-Gewinnerin aus. „Technik, Fokus, Linie - darauf habe ich mich heute konzentriert. Das hat perfekt geklappt. Ich wusste, dass ich gewinnen kann, auch nach dem Patzer“, analysierte die 26-Jährige, die im Zielauslauf mit ihrer Familie Gold feierte.
Auch bei Benjamin Karl war die Genugtuung nach Bronze groß. Vor allem die Kritik von ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel, der den Snowboardern am Freitag noch u.a. Unprofessionalität vorgeworfen hatte, ging an dem Wahl-Osttiroler nicht spurlos vorbei: „Vielleicht hat mir das den zusätzlichen Push gegeben. Wenn jemand sagt, ich kann etwas nicht, dann will ich es umso mehr.“
Schröcksnadel selbst jubelte im Ziel mit den beiden Medaillengewinnern zurück und relativierte dann seine Aussagen vom Vortag. „Ich bin glücklich, dass sie zwei Medaillen geholt haben und gratuliere ihnen, das waren Superleistungen. Aber da ist noch viel mehr drinnen. Bei meiner gestrigen Kritik habe ich festgestellt, dass sie nicht so professionell sind, wie sie sein könnten. Ich habe darüber lange mit Benjamin Karl telefoniert. Da geht es um die Präparierung der Boards, nicht um die Technik“, gab der ÖSV-Boss zu Protokoll. Nachsatz: „Die Snowboarder haben einen hohen Stellenwert. Wenn sie mir nicht am Herzen liegen würden, hätte ich ja nichts gesagt.“
Der Sieg in Krasnaja Poljana bei den Herren ging wie im Riesentorlauf an Vic Wild, der Russe hatte Karl im Semifinale um nur 4/100 Sekunden ausgebootet. Dujmovits setzte sich im Final-Duell gegen die Deutsche Anke Karstens durch, deren Landsfrau Amelie Kober sicherte sich Bronze. (tt.com, APA)
Snowboard, Parallel-Slalom
Herren: 1. Vic Wild (RUS) - 2. Zan Kosir (SLO) - 3. Benjamin Karl (AUT) - 4. Aaron March (ITA). Im Viertelfinale out: 5. Lukas Mathies (AUT) - 6. Patrick Bussler (GER) - 7. Nevin Galmarini (SUI) - 8. Roland Fischnaller (ITA). Im Achtelfinale u.a. out: 9. Simon Schoch (SUI) - 10. Kaspar Flütsch (SUI). Weiter: 13. Andreas Prommegger (AUT). In Qualifikation u.a. out: 17. Anton Unterkofler (AUT).
Damen:
1. Julia Dujmovits (AUT) - 2. Anke Karstens (GER) - 3. Amelie Kober (GER) - 4. Corinna Boccacini (ITA). Im Viertelfinale out: 5. Marion Kreiner (AUT) - 6. Ester Ledecka (CZE) - 7. Julie Zogg (SUI) - 8. Ina Meschik (AUT). Im Achtelfinale out: 9. Patrizia Kummer (SUI) - 10. Isabella Laböck (GER). Weiter: 12. Claudia Riegler (AUT).
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