Neuer Schwung für Radweg

Mit einem Radwegekonzept sollen die Löcher im Radwegenetz des Bezirks gestopft werden. Auch die Lücke zwischen Kitzbühel und Oberndorf soll geschlossen werden.

Von Harald Angerer

Oberndorf, Kitzbühel –Als Anschieber unterwegs ist derzeit Oberndorfs Bürgermeister Hans Schweigkofler (SPÖ). Er hat sich dafür einen besonders festgefahrenen Karren ausgesucht – den fehlenden Radweg zwischen Oberndorf und Kitzbühel. Es gibt zwar eine Radverbindung über den Römerweg, diese ist aber für den Alltagsradverkehr zu anspruchsvoll.

Mit dem Blick auf das große Ganze will Schweigkofler nun einen neuen Versuch starten. „Es gibt mehrere Lücken im Radwegenetz im Bezirkszentrum. Es wäre deshalb ein Radwegekonzept für den Bezirkskernbereich angebracht“, sagt Schweigkofler. Im Auge hat er somit nicht nur jene Lücke zwischen Kitzbühel und Oberndorf, sondern auch zwischen Reith und Going, Going und St. Johann, Oberndorf und St. Johann und auch von Reith nach Oberndorf über den Bodnerwald. „Es gab schon Gespräche mit allen Gemeinden und mit den dazugehörigen Tourismusverbänden. Ich habe dann auch ein Angebot für ein solches Konzept eingeholt“, sagt Schweigkofler. Die Kosten dafür liegen bei 42.000 Euro. Er spielt den Ball nun an den Planungsverband Leukental weiter, denn alle Radwege liegen im Verbandsgebiet. Auch die SPÖ-Landtagsfraktion hat sich mit einem Antrag an die Landesregierung dazugesellt. Das Land habe bereits signalisiert, die Hälfte der Kosten für das Konzept zu übernehmen. Der Planungsverband braucht nur noch ein Ansuchen stellen, versichert Schweigkofler.

Verbandsobmann ist der Reither Bürgermeister Stefan Jöchl: „Wir werden um die Förderung ansuchen.“ Er sieht die Schließung der Lücken als sehr wichtig. Jedoch nicht wie früher mit Blickwinkel auf den Tourismus, sondern auf den Alltagsverkehr. „Vor allem zwischen St. Johann und Kitzbühel bräuchte es einen Radhighway. Zwei Ballungszentren und dazwischen mit dem Egger ein großer Arbeitsgeber – hier ist die Radverbindung extrem wichtig“, ist Jöchl überzeugt.

Zwischen Oberndorf-Kitzbühel scheiterte es bisher aber weniger am Konzept als an Grundbesitzern. „Ich bin auf der Suche nach einer geeigneten Tauschfläche, hier sieht es auch gut aus“, sagt der Oberndorfer Bürgermeister. Da aus seiner Sicht an diesem Tauschgeschäft aber überregionales Interesse bestehen würde, erhofft er sich auch hier von Seiten des Landes Unterstützung beim Kauf der Tauschflächen. Auch die Demofahrten der Grünen im Herbst wären hier nicht hilfreich gewesen. „Die wären besser zu dem Grundstücksbesitzer hingefahren und hätten mit ihm geredet, als ihn mit diesen Aktionen zu verärgern“, poltert Schweigkofler in Richtung Grüne.

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