ORF-Betriebsrat kritisiert zentralen Newsroom

Wien – Nachdem sich die ORF-Geschäftsführung am Wochenende für eine zentrale Zusammenführung der Standorte am Küniglberg ausgesprochen hat, ...

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© APA/GEORG HOCHMUTH

Wien –Nachdem sich die ORF-Geschäftsführung am Wochenende für eine zentrale Zusammenführung der Standorte am Küniglberg ausgesprochen hat, wird nun Kritik laut. „Ein zentraler Newsroom wirft mehr Fragen auf, als er Antworten gibt“, erklärte ORF-Zentralbetriebsratschef Gerhard Moser. Die Entscheidung könnte im Stiftungsrat am 6. März fallen, dem Moser selbst angehört.

Besonders vehement haben sich zuletzt die ORF-Hörfunkmitarbeiter gegen eine mögliche Absiedelung aus der Argentinierstraße gewehrt, die sich mit dem nun an den Stiftungsrat gestellten Antrag abzeichnet. „Es bleibt bei den von der Radiobelegschaft mehrfach geäußerten Bedenken gegen die Aufgabe des Radio- und Kulturhauses in seiner bisherigen Form“, unterstreicht Moser. Insgesamt geht es bei einem möglichen Beschluss um ein Finanzierungsvolumen von rund 300 Millionen Euro. Die ORF-Chefetage verspricht sich von einer Zusammenführung eine jährliche Kostenersparnis von etwa 10 Millionen Euro. Vom Konzept eines zentralen Newsrooms für Fernsehen, Radio und Online sind aber nicht alle überzeugt. Im Studio Wien, dem Radiosymphonieorchester des ORF sowie den Mitarbeitern des Radiokulturhauses herrscht laut Moser „Verunsicherung“. Mit Aktionen der Radiobelegschaft sei durchaus zu rechnen.

Unterstützung erhalten die Radiomitarbeiter am Montag auch vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC), der sich in einer Aussendung für den Erhalt des Funkhauses als Standort ausspricht. (APA)


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