Konstante Schiris, veränderte Formation

Nach dem Nasenbeinbruch von Christian Schilling muss Wacker gegen die Austria die Abwehr umbauen.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Der Besuch beim Arzt bestätigte gestern den Verdacht. Nach dem Ellbogencheck von Kristijan Dobras ist die Nase von Linksverteidiger Schilling „leicht schief gebrochen“. So dass er sie heute wohl operativ einrenken lassen wird. Das lässt nicht gerade auf einen Einsatz beim kommenden Auswärtsspiel bei der Wiener Austria am Samstag schließen. Neben den beiden gesperrten Innenverteidigern Zeljko Djokic und Stipe Vucur wird voraussichtlich auch Schilling fehlen. „Ich will niemandem etwas unterstellen, aber der Ellbogen hat in der Höhe nichts verloren. Und Fakt ist, dass meine Nase gebrochen ist“, sprach der Wacker-Profi zerknirscht. Dass es dafür keine (Gelbe) Karte gab, lässt er lieber schweigend stehen.

Die Geschichte des wackeren Leids mit den Unparteiischen ist mittlerweile schon elendig lang. Es war im November 2011 als Ex-Coach Walter Kogler nach einem 2:2-Remis bei der Wiener Austria mit Geldscheinen an der Outlinie Richtung der Unparteiischen wetterte. Zitat im Anschluss: „Das Problem ist, er (der Schiedsrichter, Anm.) geht morgen ganz normal arbeiten und verdient sich sein Geld, für ihn ist Schiedsrichtersein nur ein besser bezahltes Hobby. Aber wir, ein ganzer Verein, leben davon.“

Nachfolger Roli Kirchler konnte sich im Abstiegskampf unter den Schiedsrichtern auch keine Freunde machen. Der Gipfel der Ereignisse, auch nach etlichen Fehlentscheidungen, war der unrühmliche Schubser gegen den vierten Offiziellen Markus Hameter beim lebensrettenden 3:2-Sieg in Wolfsberg. „Ich versteh’, wenn sich wer verfolgt fühlt“, sagt der Wattener zur augenblicklichen Situation aus der Ferne. Weil man sich unter den Schiedsrichtern nicht beliebter macht, wenn man was sagt, hüllt sich Sportdirektor Florian Klausner in Schweigen. Bislang wurde in drei Spielen zwei elferreife Situationen oder zwei fällige Ausschlüsse gegen Wacker interpretiert.

„Ständig jammern ist auch des Hasen Tod“, sagt TFV-Schiedsrichter-Obmann Reini Kaserer, der nach seinen Beobachtungs-Touren „knallhart in die Schiri-Kabine zur Analyse schreitet“. Denn wer schlecht pfeife, verliere den Anspruch. Die Attacke an Wacker-Stürmer Edomwonyi in Wiener Neustadt sah er regeltechnisch „im Graubereich“ angesiedelt. Eben dort, wo leider keiner für Wacker pfeift.

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