Misstöne um geplatztes Musikfest

Die Gruppe „Tiroler Bluat“ wollte am Badestrand in Achenkirch auftreten. Die Gemeinde will aber dort keine mehrtägigen Feste.

Von Michael Mader

Achenkirch –Mehr als verstimmt sind die Mitglieder der Volksmusikgruppe Tiroler Bluat aus Achenkirch und ihr Manager Anton Pockstaller. Seit Monaten arbeiten sie darauf hin, anlässlich ihrer 20-jährigen Bühnenpräsenz zusammen mit der Bundesmusikkapelle Achenkirch ein dreitägiges Seefest am Badestrand in Achenkirch auf die Beine zu stellen.

„Wir haben sehr viel Arbeit und Mühe investiert: Das Zelt wurde bestellt, Musikgruppen gebucht, das Programm fixiert. Werbung wurde geschaltet, Fangruppen haben sich angemeldet und Zimmer gebucht. Sogar ein großer Tiroler Reiseveranstalter hat mit der Vermarktung begonnen und Busreisen für Deutschland und Österreich angeboten“, ärgert sich Pockstaller.

Bereits im November des Vorjahres sei der Gruppe der Platz von Bürgermeister Stefan Messner zugesagt worden. „Uns wurde zwar gesagt, dass es in Kürze einen Gemeinderatsbeschluss geben wird, wonach Feste künftig nur noch am Seehof stattfinden dürfen, aber der Bürgermeister hat gesagt, dass das bei uns schon noch gehen wird“, sagt Pockstaller.

Tiroler Bluat hat das Fest jetzt abgesagt, weil die Veranstaltung doch nicht am ursprünglichen Ort stattfinden darf. Pockstaller: „Da der Platz am Seehof 3,5 Kilometer außerhalb des Ortes liegt, sich das Geschehen und der Tourismus in der Hochsaison aber am Badestrand abspielen, war uns das Risiko – vor allem bei Schlechtwetter – zu groß. Zu Fuß ist der Festplatz vom Ortskern aus nicht erreichbar, das beeinträchtigt den Zuschauerstrom und führt voraussichtlich zu einem starken Besucherrückgang gegenüber der letzten Feste.“

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Bürgermeister Messner steht zu der Entscheidung, betont aber, dass er keine Zusage gegeben hat: „Wir wollen keine mehrtägigen Feste mehr am Badestrand.“ Der Seehof habe viele Vorteile: vom großen Parkplatz angefangen bis hin zu weniger Anrainern. „Wir hätten auch einen Taxidienst angeboten. Große Teile der Liegewiese hingegen wären einige Tage im August blockiert gewesen“, sagt Messner.

„Wir belästigen keine Anrainer, unsere Musik ist keine Belästigung und das Zelt wäre auf dem Parkplatz aufgestellt worden“, kontern die Bandmitglieder.


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