Bilanz zur Saisonhalbzeit: Auf Rekordstart folgte Jänner-Loch

Zur Saisonhalbzeit bilanziert Tirols Wintertourismus mit einem Nächtigungsrückgang. Die Aussichten für den verbleibenden Skiwinter pendeln in den Regionen zwischen vorsichtig optimistisch bis stark zurückhaltend.

Innsbruck – Nach dem Rekordstart in die Wintersaison ist Tirols Tourismus in ein Jänner-Loch gestolpert. Im vergangenen Monat sank die Zahl der Urlauber im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 % auf knapp eine Million, die Nächtigungen knickten um 5,4 % auf unter 6 Millionen ein. Viele große Tourismusorte büßten im Jänner stark ein: Ischgl (-5,4 %), St. Anton, Mayrhofen (je -7,6 %), Seefeld, Kirchberg, Tux (jeweils mehr als 6 % minus).

Nach den spürbaren Einbußen im Jänner bilanziert der Tiroler Tourismus zur Halbzeit der Wintersaison – die Nächtigungen von November bis Jänner machen rund 42 % der gesamten Wintersaison aus – mit einem leichten Nächtigungs-Minus. Von November bis Ende Jänner gingen die Übernachtungen laut Tirol Werbung um 1,2 % auf unter 11 Millionen zurück, obwohl die Zahl der Touristen um +0,3 % auf mehr als 2,3 Mio. Gäste zulegte.

Für den gewöhnlich stärksten Tourismusmonat Februar sowie den weiteren Verlauf des Winters sind die Aussichten unterschiedlich. Die Spanne reicht von deutlich zurückhaltend bis durchaus optimistisch. „Derzeit liegen wir bei den Nächtigungszahlen 5 % über dem Vorjahr. Die Buchungslage im Februar ist gut, vor allem die zweite Hälfte des Monats ist stark nachgefragt“, berichtet Günther Aigner vom Kitzbühel Tourismus. Die starke Nachfrage werde sich laut Aigner zumindest bis Mitte März fortsetzen.

Innsbruck verzeichnete im Jänner ein überraschendes Nächtigungsplus von 3,6 %. „Im Februar wird die Stadt in etwa das Vorjahresergebnis halten können und die höhergelegenen Skigebiete wie Kühtai und Axams wohl etwas zulegen können“, glaubt Innsbrucks TVB-Chef Fritz Kraft. In Summe sei im Februar in der Tourismusregion Innsbruck

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Feriendörfer aber mit einem leichten Rückgang zu rechnen, auch weil der Fasching heuer in den März fällt. Zuwächse erwartet Kraft aus China oder Nordamerika.

Im heuer besonders schneereichen Osttirol sind die letzten beiden Februarwochen auch aufgrund der Ferienwochen in den deutschen Bundesländern Thüringen und Sachsen gut gebucht, berichtet Osttirol-Werber Bernhard Pichler. Die Buchungsanfragen für März und April bezeichnet er als sehr gut.

Zurückhaltend zeigt sich das Zillertal und verweist auf die im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlichen Ferienzeiten. „Das Zillertal ist mit dem Saisonverlauf sehr zufrieden und wird ein sehr gutes Ergebnis in der Saison 2013

2014 erreichen“, schildert Gernot Paesold, Geschäftsführer von Zillertal Tourismus. Die nächtigungsstärkste Zillertaler Gemeinde Mayrhofen musste seit November ein Nächtigungsminus von 7,4 % und einen Urlauberrückgang von fast 10 % hinnehmen. Von den großen Tourismusorten bilanzieren auch St. Anton (-2,9 %), Neustift (-2,3 %), Seefeld (-3,6 %) und Ischgl (-1,2 %) im laufenden Winter mit einem Nächtigungsminus.

Auch das Ötztal gibt sich vorsichtig, wenngleich Sölden bislang ein Nächtigungsplus von 2,9 % ausweist. „Die Nachfrage im Februar ist zufriedenstellend“, so Ötztal-Tourismus-Chef Oliver Schwarz. Es gebe keinen Buchungsdruck. (mas)


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