Weichen für Bücherei gestellt

Seit Jahren entzweit das Thema Bücherei die Stadt. Nun wurden die Weichen gestellt. Der alte Standort ist auch der neue.

Von Matthias Reichle

Landeck –Eine Bürgerinitiative, eine Bausteinaktion und diverse Kundgebungen – vor drei Jahren wurde noch mit Inbrunst für die Übersiedlung der Stadtbücherei von der Volksschule Angedair in den Dachboden des alten Kinos gekämpft. Inzwischen ist nach außen hin zwar Ruhe eingekehrt – der Gemeinderat war aber weiter gespalten. Wie sich auch in der letzten Sitzung zeigte, als es 10:9 dafür ausging, die neue Bücherei am alten Standort zu verwirklichen.

Auf der Tagesordnung stand der Umbau des über hundertjährigen Volksschulgebäudes. ÖVP und FPÖ stimmten dafür, die Bücherei in die Ausschreibung für den Architektenwettbewerb miteinzubeziehen, SPÖ und Grüne waren dagegen.

Irritiert zeigte sich SP-Vizebürgermeister Manfred Jenewein ob der Formulierung des Antrags. Er erinnerte an eine Abstimmung im Stadtrat, als noch die Rede davon gewesen sei, alle beide Varianten – mit und ohne Bücherei – im Architektenwettbewerb klären zu lassen. „Das würde die Ausschreibung komplizieren“, antwortete VP-Vize Herbert Mayer und verwies auf Gespräche mit der Dorferneuerung. Dass das Thema Bibliothek ausdiskutiert sei, daran erinnerte StR Thomas Hittler.

Keine Unterstützung erhielt auch Grünen-Gemeinderat Ahmet Demir mit seinem Vorschlag, eine große Turnhalle in der Volksschule umzusetzen, die es auch erlaube, Bälle und große Sportevents zu veranstalten. „Die Fläche haben wir nicht“, konterte Hittler. „Nicht machbar“, war auch das Urteil von StR Roland König, der eine derartige Einrichtung aber begrüßen würde.

Einstimmig fiel hingegen die Abstimmung über die Inanspruchnahme eines Baurechts der Diözese Innsbruck aus – sie wurde abgelehnt. Ebenso wie die Idee, den Kindergarten Urichstraße in den Volksschulumbau einzubeziehen. Beim Turnsaal entschied man sich für die große Variante – ob machbar oder nicht würde sich zeigen. Außerdem sprachen sich die Mandatare dafür aus, eine Tiefgarage miteinzuplanen. Auch wenn diese nicht sofort gebaut werden würde.


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