Einsatz für Energie eher sparsam

Durch Selbstanalyse könnten die Gemeinden bei sich selbst Energie sparen. Das Interesse ist jedoch überschaubar.

Von Hubert Daum

Roppen, Imst –Energiesparmodus ist das Zauberwort, wenn es um den Einsatz von Energie, nicht jedoch um den Einsatz für Energieeffizienz geht. Das Regionalmanagement Imst (Regio) mit Sitz in Roppen entwickelte im Rahmen eines Leaderprojektes verschiedene Formen von Energiemanagement für Gemeinden. Der Grundgedanke ist klar: zuerst bei sich selbst sparen.

Nach umfassenden Informationen der Kommunen entschieden sich fünf von insgesamt 24 Gemeinden für den ersten Schritt: Die Selbstanalyse durch ein System der Energiebuchhaltung. Durch ein von der Energie Tirol zur Verfügung gestelltes Computerprogramm sollte der Ist-Wert des Energieverbrauchs der gemeindeeigenen Objekte eruiert werden. „Alle Energieverbrauchsdaten werden erfasst und automatisch mittels Vergleichsobjekten ausgewertet“, schildert Gisela Egger von Regio. Dadurch sollten Energiefresser erkannt und wenn möglich eliminiert werden. Die Energieberater oder eben andere Ansprechpartner in den Gemeinden seien von der Energie Tirol bereits eingeschult. Ziel sei es, die Eigenanalyse zur permanenten Einrichtung zu machen. Davon ließen sich jedoch nur die Gemeinden Roppen, Mötz, Stams, Mieming und Nassereith überzeugen.

Haiming zum Beispiel konnte sich dafür nicht erwärmen. Ebenso wenig wie für den Beitritt zum Klimabündnis, der in der letzten Gemeinderatssitzung mit zehn zu fünf Stimmen abgelehnt wurde. Es bleibt also weiterhin mit Karrösten und Silz bei lediglich zwei Klimabündnisgemeinden im Bezirk.

In Imst rumort es in Sachen Photovoltaik. Das Ökozentrum möchte die Reduktion der Einspeistarife nicht tatenlos hinnehmen. Beim letzten Stammtisch beriet man über die weitere Vorgangsweise. Dort beschloss man eine Petition an die Stadt Imst (Stadtwerke), die mittlerweile übergeben wurde. Die Forderungen sind Planungssicherheit, eine Erhöhung der Einspeistarife und die Angleichung des Abrechnungsmodus an den der Tiwag.

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