Sonne macht Kindergarten zur Sauna

Von Nikolaus Paumgartten...

Von Nikolaus Paumgartten

Hall –Vor zweieinhalb Jahren wurde im Haller Stadtteil Untere Lend am Glashüttenweg eine Kinderbetreuungseinrichtung eröffnet. Mit zwei Kindergartengruppen und einer Kinderkrippengruppe inklusive Turn- und Speisesaal hat sich die Stadt dort beim Wohnbauträger Tigewosi eingemietet. Bei der Eröffnung von der Politik noch als freundlich und hell gelobt, scheinen sich die nach Süden ausgerichteten Räume inzwischen aber nur bedingt als praxistauglich zu erweisen. Das berichtet zumindest Theresa Schatz, die ihr Kind in der Kinderkrippe betreuen lässt.

Denn aufgrund der Sonneneinstrahlung – unabhängig ob im Hochsommer oder im Winter – sei es unmöglich, die Räume zu benutzen, ohne die Jalousien zu schließen. „Bleibt das Rollo oben, hat es 40 Grad und mehr in den Räumen“, beklagt die Mutter die Zustände und die Tatsache, dass die Kinder deshalb ständig in abgedunkelten Räumen bzw. bei künstlichem Licht spielen müssen.

Für StR Christina Haslwanter und GR Maria Meister (beide Liste Für Hall) sind die Probleme nicht neu. Immer wieder habe man auf die unzumutbaren Zustände hingewiesen, erst nach Monaten sei zumindest vor zwei Fenstern ein schattenspendendes Vordach installiert worden. Kinderkrippe, Speise- und Turnsaal müssten allerdings weiterhin mit den Jalousien auskommen. „Der Zustand wird von der ÖVP seit über einem Jahr ignoriert. Wir fordern, bis zur Lösung des Problems die Mietzahlungen an die Tigewosi einzustellen, weil der Stadt derzeit ein unbrauchbares Mietobjekt zur Verfügung gestellt wird“, sagt Haslwanter.

Die für Kindergärten zuständige Stadträtin Sabine Kolbitsch (VP) weist den Vorwurf des Untätigseins entschieden zurück: „Ich bin seit zwei Jahren um eine Lösung bemüht und im Gespräch mit den Wohnbauträgern.“ Bis jetzt habe man sich aber mit der Tigewosi auf keine geeignete Maßnahme einigen können, weitere Treffen seien jedoch geplant.

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Tigewosi-Geschäftsführer Franz Mariacher zeigt sich auf Nachfrage der TT überrascht darüber, dass es mit der Beschattung Probleme geben soll. „Wir lassen das aber noch einmal prüfen und wenn der Bedarf da ist, werden wir reagieren“, versichert Mariacher.


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