Zwillinge stehen vor Absprung

Der HC Innsbruck zog das Vertragsangebot für Justin und Tyler Donati zurück.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Eigentlich zählen die Donati-Zwillinge Justin und Tyler zu den wenigen Gewinnern im Dress des HC Innsbruck. Das kanadische Duo gilt in der Offensive nicht zu Unrecht als Hauptattraktion der Haie.

Auch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit 50 (Tyler) bzw. 49 (Justin) führen die Publikumslieblinge auch die interne Punktwertung an. Da kann man schon mal über offensichtliche Defensivschwächen hinwegsehen. Ob die Donatis allerdings auch in der kommenden Saison noch im Haifischbecken wirbeln, ist inzwischen fraglich. Der Verein hat sein Angebot an die Kanadier zurückgezogen.

„Das stimmt“, bestätigt Obmann Günther Hanschitz. „Sie haben vor einem Monat ein Angebot erhalten. Wir konnten uns aber inhaltlich (Gehalt, Laufzeit, Anm.) nicht einigen.“ Mit Jeff Ulmer und Adam Munro wurden bisher nur zwei Legionärs-Verträge verlängert. Das Fehervar-Spiel (0:3, Anm.) bestätigte den Boss in seiner Einschätzung. „Adam und Jeff waren die einzigen Ausländer, die mir gefallen haben. Von allen anderen war es viel zu wenig“, stellt Hanschitz klar.

EBEL: Spieltermine

Qualifikationsdurchgang, heute:

Laibach – HC Innsbruck 19.15 Uhr

Graz – Dornbirn 19.15 Uhr

Fehervar – KAC 19.15 Uhr

Platzierungsrunde, heute:

Salzburg – Linz 19.15 Uhr

Villach – Znojmo 19.15 Uhr

Südtirol – Vienna 19.45 Uhr

Das letzte Wort ist im Fall der schrecklichen Donati-Zwillinge aber noch nicht gesprochen. „Auch die Trainerfrage ist ja noch nicht entschieden. Falls ein neuer Mann kommt, muss er entscheiden, ob er mit ihnen zusammenarbeiten will.“

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(Noch-)Trainer Danny Naud wird von Hanschitz vor dem heutigen Auftritt in Laibach ebenfalls unter Druck gesetzt: „Wir wollen uns im Gegensatz zur vergangenen Saison (Tabellen-Letzter, Anm.) verbessern. Deshalb müssen wir in Laibach gewinnen.“

Bei den Slowenen sollte man tatsächlich realistische Chancen auf zwei Punkte haben. Schließlich verließen wegen ausstehender Gehälter bereits fünf Stammspieler (Jerry Kuhn, Andrej Hebar, Gal Koren, Nick Ross und Kenny MacAulay) den Verein.

Dafür müssen sich die Haie allerdings bissiger als gegen Fehervar präsentieren, als die Mannschaft zwei Drittel matt und antriebslos wirkte. Diskussionen um den von Naud zugestandenen einwöchigen Urlaub während der Olympia-Pause werden mit Leistungen wie gegen die Ungarn nicht abgestellt. Ganz im Gegenteil.


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