Bühne frei für alpin Inspiriertes

Von den 61 österreichischen Designern und Produzenten, die im Rahmen des Mailänder „Salone Internazionale del Mobile“ zwischen dem 8. und 13. April ihre neuesten Produkte zeigen, sind sechs aus Tirol.

© möbelmesse mailand

Von Edith Schlocker

Mailand –Die spätbarocke Kirche Rotonda della Besana ist die stimmungsträchtige Kulisse für den Österreich-Auftritt bei der heurigen Mailänder Möbelmesse. Veranstaltet bereits zum fünften Mal von der Außenwirtschaft Austria und diesmal kuratiert vom Wiener Studio Vasku&Klug unter dem Motto „Confession of Design“. 61 österreichische Designer und Produzenten nutzen zwischen dem 8. und 13. April die Chance, ihre neuesten Kreationen im Rahmen der weltweit bedeutendsten Möbelmesse, die jährlich rund 300.000 Besucher hat, vorzustellen. Sechs davon kommen aus Tirol. Und sie könnten unterschiedlicher kaum sein. Was sie verbindet, ist ihre handwerkliche Perfektion, verbunden mit einer Liebe zur Tradition in einer sehr heutigen Interpretation.

Zur Philosophie erhoben etwa von der seit 1928 bestehenden Lienzer Tischlerei Forcher. „Die einzige Konstante ist die Veränderung“, sagt Gerhard Forcher, die kreative Kombination von Form, Funktion und Materialien. Etwa in der Produktserie „Loft“, in der es um ein originelles Neudenken der guten alten Truhe geht, um sich real wie in ihrer Anmutung als wahres „Raumwunder“ herauszustellen. Die „alpine Inspiration“ ist bei den Sitzmöbeln aus der Achenkircher Möbelmanufaktur Haapo unübersehbar. Getischlert werden sie ausschließlich aus heimischen Hölzern mit viel Liebe zum Detail und Gespür für Komfort. Ein Leichtgewicht im Vergleich zu Haapos Schaukelstuhl „Violet“ ist dagegen Alexander Guflers formal reduzierter, stapelbarer „Nardo Chair“.

In Fließ produzieren Organoid Technologies ihre ausschließlich aus natürlichen Materialien hergestellten Dekorbeschichtungen, deren Duft und Haptik ein Raumerlebnis für alle Sinne versprechen. Der Imster Bademöbelhersteller Conform stellt in Mailand seinen Waschtisch „Riva“ vor – eine Kombination aus einem rustikal aus Fichte getischlerten Hängeschrank, auf dem ein Aufsatzbecken aus Lavastein steht. Gearbeitet aus einem in seiner Form einzigartigen Fundstück, das mit viel handwerklichem Geschick zu einem Waschbecken verarbeitet wird, das ein absolutes Unikat ist.

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Auch keine der Schalen und Schalenlampen, die die Sistranser Künstlerin Andrea Baumann teilweise gemeinsam mit Maria Schlinger macht, ist identisch mit einer zweiten. Ist doch jedes der halbkugeligen Objekte von Hand aus weißem Limoges-Porzellan geformt und am Rand oder innen mehr oder weniger feuervergoldet. Was sie wunderbar leuchten lässt.

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