Für eine Rekordsaison hängen die Trauben zu hoch

Fast alle Tourismusorte im Bezirk Landeck mussten im Jänner Federn lassen, das Kaunertal und Landeck schrieben ein Plus.

Von Helmut Wenzel

Landeck –Bis auf Innsbruck und Kitzbühel fuhren alle Top-50-Tourismusorte Tirols ein Nächtigungsminus im Jänner ein. Der Bezirk Land­eck ist in diesem Ranking mit acht Gemeinden vertreten. Touristiker sprachen bereits im Jänner „von einem vorhersehbaren Minus – wegen ungünstiger Rahmenbedingungen“.

Am Mittwoch fasste Agnes Pregenzer, Tourismussprecherin der Wirtschaftskammer Landeck, die Ursachen zusammen: „Vor allem Gäste, die kurzfristig buchen, haben sich in Zurückhaltung geübt. Sie haben gesehen, dass der Schnee im Süden des Alpenhauptkammes liegt und weniger bei uns. Auch Sotschi hat eine gewisse Rolle gespielt, Putin hat in Russland einen Feiertag abgeschafft.“

Kann der Bezirk an das Rekordergebnis mit 5,95 Millionen Nächtigungen im Winter 2012/2013 anschließen? Pregenzer, die normalerweise Optimismus versprüht, reagiert zurückhaltend: „Ich glaube nicht, dass wir den Rückstand bis Saisonende noch aufholen können. Auch der späte Ostertermin spricht dagegen. Zudem werben Reiseveranstalter derzeit massiv mit Billigangeboten für Osterurlaub im Süden.“

Ein Blick in das Ranking der Landesstatistik zeigt einige empfindliche Einbußen im Jänner: Galtür muss ein Minus von 11,7 Prozent einstecken, St. Anton 7,6 Prozent, Kappl 7,5 Prozent, Ladis 7,1 Prozent, Fiss 4,7 Prozent und Serfaus 4,5 Prozent. Ein Nächtigungsplus von einem Prozent gab es für das Kaunertal, die Landecker und Zammer Vermieter dürfen sich über ein Plus von 4,9 bzw. 4,5 Prozent freuen. Den Minusrekord von 25,5 Prozent müssen die Prutzer Vermieter verkraften.


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