„Komm mir nicht ohne den Titel heim“

Von Daniel Suckert...

Von Daniel Suckert

Innsbruck –Dass Angel Perez für die Hypo-Volleyballer überhaupt am Feld stehen kann, hat er seiner Frau zu verdanken. Die hochschwangere (7. Monat) bessere Hälfte gab ihrem Ehemann das Freizeichen unter einer bestimmten Voraussetzung: „Du kannst gehen. Aber komm mir nicht ohne den Titel heim“, erklärte der Puertoricaner mit einem Lächeln: „Wir müssen also den AVL-Titel holen, sonst bekomme ich auch zu Hause Probleme.“ Heute steigt das erste Viertelfinal-Spiel in Weiz (20.30 Uhr).

Angel Perez ist eine 31-jährige Frohnatur, der gerne durch die Weltgeschichte reist. Dass er aber jetzt erst im Saisonfinish zu einem Team gestoßen ist, diese Erfahrung hatte er bisher noch nie: „Aber ich erweitere gerne meinen Horizont. Jetzt muss einfach alles schneller gehen, was sonst Monate reifen kann.“ Sowohl am als auch außerhalb des Parketts will der Aufspieler so viel wie möglich aufschnappen. „Ich habe unserem Kapitän Alex Berger so viele Fragen wie möglich gestellt“, sagte Perez mit einem Grinser.

In der ersten Woche nach seiner Ankunft stand das Kennenlern-Programm an oberster Stelle: Mannschaft, Struktur und die Tiroler Landeshauptstadt. Die Eindrücke? Perez: „Unsere Angreifer sind sehr stark, das habe ich, ehrlich gesagt, nicht erwartet. Die Stadt ist wunderschön. Ich bin ein Architekturfan und da gibt Innsbruck sehr viel her.“

Und da fällt die Antwort auf die Frage nach einer möglichen Wiederholung des Innsbruck-Gastspiels jetzt schon klar aus: „Warum nicht? Ich habe meiner Frau alles über Skype gezeigt, sie wäre begeistert. Aber vorerst muss ich zeigen, was ich kann. Dann sehen wir weiter. Ich bin in jedem Fall bereit, egal, in welcher Position oder in welcher Rolle.“ Es scheint, als hätten die Tiroler Volleyballer alles richtig gemacht: Mit Perez weht ein frischer Wind durch die Hypo-Kabine.

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