Salzburg plant gegen Ajax Sieg Nummer zwei ein

Wer Ajax Amsterdam auswärts 3:0 schlägt, ist daheim großer Favorit. Der Einzug von Red Bull ins Achtelfinale der Europa League ist heute zum Greifen nah.

Von Hubert Winklbauer

Innsbruck –Nicht mehr, aber auch nicht weniger: Red Bull Salzburg will heute (19 Uhr/live ORF eins und Sky) den größten internationalen Erfolg der jüngeren Club-Geschichte mit einem Fußball-Fest einfahren. Der erstmalige Einzug ins Achtelfinale der Europa League scheint nach einem 3:0 im Hinspiel in Amsterdam nur noch eine Formsache. 29.320 Fans in der seit Wochen ausverkauften Bullen-Arena erwarten ein Spektakel: Die 2000 aus den Niederlanden hoffen darauf, dass die Truppe ihres Startrainers Frank de Boer den Albtraum von Amsterdam vergessen machen kann. Der große „Rest“ im Stadion will den nächsten Sieg. Und zwar einen aufregenden, eindrücklichen, klaren – einen, der unterstreichen soll, dass für die Bullen diesmal das EL-Achtelfinale nur ein Etappenziel ist.

Wer Ajax in Amsterdam mit seinem Offensivpressing, seiner hohen Sprint-Quote, seinem kollektiven taktischen Geschick, seiner Kreativität und seiner Zweikampfwucht (mit Stefan Ilsanker hat das große Defensivtalent bis 2018 unterschrieben) derart im Griff hat, derart vorführt wie es die Salzburger vor der ganzen Fußballwelt getan haben, der ist im eigenen Stadion erst recht hoher Favorit. Die Fußball-Euphorie in der Mozartstadt ist wieder so groß wie Mitte der 90er Jahre, als die „alte“ Austria 1994 sogar im Finale des UEFA-Cups stand, um an Inter Mailand zu scheitern. Und so fühlt sich Coach Roger Schmidt zum Leisertreten animiert. „Ajax wird sicher eine Reaktion zeigen, darauf müssen wir vorbereitet sein“, warnte Schmidt. „Ich erwarte, dass es eine absolute Schlacht wird hier in unserem Stadion. Wir müssen noch konzentrierter sein als in Amsterdam. Nur dann bin ich überzeugt, dass wir auch dieses Spiel gewinnen und verdient weiterkommen.“

Die Bullen haben elf Pflichtspiele in Folge gewonnen, dazu die vergangenen neun im Europacup. In den vier Partien des Jahres 2014 lautet das beeindruckende Torverhältnis 19:2. Von einem Finale am 14. Mai in Turin, von dem bereits einige der Fans träumen, will Erfolgscoach Roger Schmidt aber dennoch (noch) nichts wissen.


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