Kloster Reutte: Frag doch den Inder

Für die Zeit nach den Franziskanern: Drei Karmelitenpatres und ein Pfarrerposten stehen zur Diskussion.

Von Helmut Mittermayr

Reutte –Die Zukunft des Reuttener Klosters muss bis spätestens September dieses Jahres entschieden sein. Dann werden die Franziskaner – wie im Herbst 2013 angekündigt – das große Areal im Zentrum der Marktgemeinde räumen. Absolute Personalknappheit zwingt die Männer im braunen Habit zum Rückzug aus dem Außerfern. Eine Bürgerinitiative versuchte erfolglos mit Hunderten Unterschriften, die Franziskaner zum Bleiben zu „überreden“.

Offen ist seither, wie es überhaupt weitergehen soll. Seit Monaten gibt es vielseitige Bemühungen um eine Nachfolgeregelung, die einerseits den pfarrlich-pastoralen Betrieb sichern soll, andererseits sogar ein Klosterleben am Leben erhalten könnte. Dem Pfarrgemeinderat ist der Klostererhalt ein besonderes Anliegen, der Diözese vor allem die Seelsorge in St. Anna.

Bürgermeister Alois Oberer, Pfarrgemeinderäte und sogar Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf wurden gemeinsam bei Bischof Manfred Scheuer vorstellig, um Anliegen zu deponieren. An Breitenwangs Dekan Franz Neuner wird die operative Umsetzung liegen.

Am Mittwochabend kamen drei „Abgesandte“ der Diözese Innsbruck nach Reutte, um mit Mitgliedern des Pfarrgemeinderates über ein neues Modell zu beraten (die Aussprache fand nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe statt). Im Vorfeld waren alle Beteiligten wortkarg. Reuttes Pfarrgemeinderatsvorsitzende Astrid Lutz verwies darauf, dass sie den Gesprächen unmöglich vorgreifen könne und noch gar nicht wisse, was genau vorgeschlagen werde. Später stehe sie gern für eine Auskunft zur Verfügung. Auch der Pressesprecher der Diözese ließ die Zeit für eine Stellungnahme verstreichen.

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Trotzdem ist eine gewisse Diskussionsgrundlage bekannt geworden. Die Karmeliten, ein kontemplativer, dem Eremitenideal nahestehender Bettelorden, wäre bereit, das Reuttener Kloster mit drei Patres aus Indien weiterzuführen. Die Diözese Innsbruck würde Reutte künftig mit einem Pfarrer besetzen.


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