Frischzellenkur für Innsbrucks alte Dame

Die Triumphpforte wird während der Sommermonate generalsaniert. Dazu wurde sie gestern vermessen – allerdings nicht so wie ursprünglich geplant.

© Julia Hammerle

Von Nikolaus Paumgartten

Innsbruck –Sie zählt neben der Annasäule und dem Goldenen Dachl zu den wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten Innsbrucks: die Triumphpforte. 1765 im Auftrag von Kaiserin Maria Theresia erbaut, soll sie an die Hochzeit ihres Sohnes Erzherzog Leopold erinnern. Weil Maria Theresias Gatte Franz Stephan aber im gleichen Jahr starb, finden sich auch Trauermotive auf dem Bauwerk.

Im kommenden Jahr feiert die Triumphpforte ein Jubiläum – das 250. Jahr ihres Bestehens. Deshalb hat sich die Burghauptmannschaft – zuständig für die Erhaltung historisch bedeutsamer Gebäude der Republik Österreich – dazu entschlossen, das Bauwerk einer Generalsanierung zu unterziehen. Abgase, Wind und Wetter haben dem Bogen nämlich seit seiner letzten gründlichen Reinigung und Konservierung im Jahr 2000 arg zugesetzt, wie Wolfgang Hörmann von der Abteilung Bau der Burghauptmannschaft erklärt. Die Maßnahmen und Kosten im Detail könne man erst nach der Erhebung der Schäden benennen, gestern war dazu eine Firma vor Ort, um die alte Damen zu diesem Zweck abzufotografieren.

Dabei sollte eigentlich eine mit einer Kamera ausgestattete Drohne zum Einsatz kommen, wie Katharina Neuner vom beauftragten Unternehmen twins.nrn aus Ampass erklärt. Binnen 40 Minuten hätte das unbemannte Luftfahrzeug nach einem programmierten Flugplan die Triumphpforte abgeflogen und sämtliche Daten erhoben. Doch eine fehlende Genehmigung der Austro Control machte dem Team einen Strich durch die Rechnung. „Obwohl wir die Zusage des technischen Leiters der Austro Control hatten, haben wir keine schriftliche Genehmigung bekommen“, erklärt Neuner. Dazu hätte das Ansuchen sämtliche Stellen durchlaufen müssen, was vor dem Wochenende nicht mehr geklappt hatte. So musste gestern die Polizei teilweise die Straßen nicht für einen Drohnenflug, sondern für einen Fassadensteiger, von dem aus die Bilder aufgenommen wurden, sperren.

Die Drohne stieg gestern nur zum Demonstrationszweck auf. Die Genehmigung der Austro Control zum Fotografieren fehlte.
© Julia Hammerle

Die Sanierung und Reinigung der Triumphpforte ist für den Sommer geplant und dürfte rund zwei Monate in Anspruch nehmen.

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