Kaske zu Banken-KV: Mitarbeiter dürfen nicht für Risikopolitik zahlen

Die Banken betrieben eine „phantasielose Politik“, nämlich Personalabbau, kritisiert der AK-Chef.

Wien - Für einen „fairen Abschluss“ bei den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen der Banken hat sich Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske ausgesprochen. „Die Beschäftigten dürfen nicht weiter die Leidtragenden der vorherrschenden Risikopolitik sein“, appellierte Kaske am Mittwoch in einer Aussendung.

Die Bank-Beschäftigten stünden unter einem enormen Druck, denn immer weniger müssten immer mehr Arbeit erledigen. Das Personal habe in Zeiten der Krise bereits seinen Beitrag geleistet. Die Banken betrieben eine „phantasielose Politik“, nämlich Personalabbau, kritisiert der AK-Chef: Von Jänner bis September 2013 verzeichnete der gesamte Kreditsektor einen Rückgang der Beschäftigten (Vollzeitäquivalenten) um 1.473 Personen (-2,2 Prozent) auf 66.312 Bankangestellte. Weitere Einschnitte seien zu befürchten. Die laufenden Löhne und Gehälter seien in den ersten neun Monaten 2013 nur um 0,7 Prozent gestiegen.

Zudem beginne sich die wirtschaftliche Lage der Banken zu verbessern. Laut Statistik der Oesterreichischen Nationalbank sei der Gewinn im Sektor im Vorjahr zwar gesunken, maßgeblich verantwortlich waren aber Wertberichtigungen aus dem Kreditgeschäft. Heuer zeige der Trend nach oben, das zeige auch die Rückzahlung des in der Krise vom Staat gewährten Partizipationskapitals. Daher sei „nicht einzusehen, warum die Bankangestellten weiter die Suppe der Risikopolitik auslöffeln müssen“, sagt Kaske. (APA)


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