Er sorgt am Opernball für Wirbel

Der Osttiroler Musiker Moritz Pedarnig schlagwerkt heute Abend in der Staatsoper.

Von Peter Unterweger

Lienz, Wien –Wenn heute der Wiener Opernball über die Bühne geht, werden sich die Gäste wieder über die Feststiege drängeln und durch die engen Gänge des Musiktheaters stauen. Die Kiebitze werden sich um einen Platz mit guter Sicht auf Prominente raufen. Moritz Pedarnig hat am Ball der Bälle einen Sitzplatz mit bester Aussicht reserviert: Der Osttiroler Profimusiker wird auf der Bühne an seinem Schlagzeug sitzen.

Wenn es „Alles Walzer“ heißt, sorgt der Schlagzeuger für den nötigen Wirbel: Trommelwirbel. Mit der Formation In the beginning gibt er Tanzfreudigen den Rhythmus vor. Pedarnig liebt Live-Auftritte.

Hauptberuflich ist er pädagogisch tätig: Er leitet die POP Akademie in Wien. Seit Herbst 2012 gibt es diese neue Form der Musikausbildung: Im Gasometer in Simmering nahm das Ausbildungs- und Kompetenzzentrum für Popular- und Weltmusik ihren Betrieb auf. „Die Räume sind extra für bestimmte Instrumente adaptiert worden“, erklärt der gebürtige Lienzer bei der Führung durch sein optimal ausgestattetes Institut. Die Sänger haben viel Hall im Kammerl, bei den Schlagzeugern ist es „trocken“ – kein Echo. Für die POP Akademie schrieb Pedarnig mit seinem Team sogar ein eigenes, auf junge Musiker abgestimmtes Lehrprogramm. Die Angebots­palette reicht von elementarer Musikausbildung bis zum individuellen Coaching von Professionals. Der Stundenplan bietet spannende Fächer wie Songwriting, Improvisation, Bühnenperformance oder Studiopraxis an.

Pedarnig selbst unterrichtet in den Bereichen Schlagzeug, Percussion und Schlagzeugprogrammierung. Er absolvierte ein Studium am Landeskonservatorium in Klagenfurt beim legendä­ren Jazzer Erich Bachträgl, in Wien studierte er Schlagzeug an der Universität für Musik und darstellende Kunst.

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Moritz stammt aus einer künstlerischen Familie: Vater Josef ist als Literat geschätzt, Mutter Inge ist Kunsthistorikerin. Mit seinem Bruder Niko am Bass spielt er in der Partyband Café Urania, die am Freitag beim Osttiroler Gschnas in Wien für Stimmung sorgen wird.


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