Über Fitness reden statt krankschreiben

Von Matthias Reichle...

(Symbolfoto)
© Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

Von Matthias Reichle

Landeck –Langes Sitzen, ständiger Stress, zu wenig Bewegung oder schweres Hebe­n – der Job kann über die Jahre auch krank mache­n. Und keiner gewinnt, wenn die Krankenstände immer länger, die Jobzufriedenheit immer kleiner wird.

Das Pilotprojekt A_LAIFE, das 2012 von RegioL gestartet wurde, hat das Problem an der Wurze­l gepackt – und 298 Menschen aus dem Bezirk auf freiwillige­r Basis und anonym zu ihrer Arbeitszufriedenheit befragt. Die Initiative wird heuer fortgesetzt. Ziel ist, ein Paket mit gesundheitsfördernden Maßnahmen zu schnüren. Dazu wird man ab März in interessierten Betrieben nachfragen, was für ein Bedarf dort besteht, erläutert Corinna Zangerl von Eder & Partner. Außerdem wird es Ende September einen Gesundheits­tag geben.

Bereits beim Pilotprojekt stellte sich heraus, dass ein Sechstel Probleme am Arbeitsplatz hat. Schon damals setzte man deshalb auf Gegenmaßnahmen – von der Rückenschul­e bis zur Ersten Hilfe und Burnout-Prävention reichte das Angebot, erinnert Koordinatorin Waltraud Handle von Regio­L. 14 Unternehmen und 134 Personen aus dem Bezirk nahmen teil. Alle Branchen waren vertreten, neben Alten­heimen auch der Tourismus und die Industrie.

Während das zweijährige Pilotprojekt noch durch den europäischen Sozialfond und das Bundesministerium für Arbeit finanziert worden war, hat man für die Fortsetzung jetzt Leader-Mittel bekomme­n. Die 40.000 Euro kommen aus dem Leader-Topf der EU, Kofinanzierer ist das Land. 20 Prozent zahlen darüber hinaus Arbeiter- und Wirtschaftskammer. Großes Ziel ist, dass sich die Gesundheitsvorsorge in den kommenden Jahren auch ohne Förderung in den Unternehmen durchsetzt.

Betriebe, die noch Interesse haben, können sich bei Eder & Partner, Tel. 05442/68030, melden.


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