Beim großen Abgesang hat zumindest Dornbirn ein Ziel

Im letzten Saison-Heimspiel gegen Dornbirn (heute/19.30 Uhr) stehen die Zeichen bei den Haien auf Abschied – es soll einer mit Anstand werden.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Nach der eher peinlichen 3:4-Niederlage beim letzten und beinahe legionärsfreien Aufgebot der finanziell arg gebeutelten Laibacher tauchen die Innsbrucker Haie im Spielbetrieb der Erste Bank Eishockeyliga heute ein letztes Mal auf dem Eis der Tiroler Wasserkraft-Arena auf. Hoffentlich tauchen sie eben auf und nicht wie zuletzt ein weiteres Mal im sportlichen Sinn unter. Die Luft im Haifischbecken ist mit vertaner Play-off-Chance längst heraußen, ein paar Atemzüge will man in das letzte Saison-Heimspiel aber dennoch investieren. Den letzten Platz in der Quali-Runde wird man voraussichtlich sowieso nicht mehr los.

„Das Team soll sich mit Anstand vom Heimpublikum, das die ganze Saison zu und hinter uns gestanden ist, verabschieden“, hält HCI-Obmann Günther Hanschitz fest. Nachsatz: „Die Saison ist nach dem Match nicht aus (die letzte Partie steigt am Sonntag beim KAC, Anm.) und den HC Innsbruck wird’s ja weiter geben.“

Das Kommando auf der Trainerbank wird wechseln. Nach dreijähriger Tätigkeit steht Daniel Naud heute ein letztes Mal vor heimischem Anhang an der Bande. Auch er will noch einmal alles geben und hält fest: „Ich bin stolz auf meine geleistete Arbeit und kann nach den drei Jahren in Innsbruck sagen, dass ich ein besserer Trainer und Mensch geworden bin.“ Wer seit zehn Jahren Cheftrainer bei einem Eishockeyteam sei, kenne das Geschäft: „Mein Blick richtet sich nicht nach hinten, sondern nach vorne“, wartet Naud in Ruhe ab, was die Zukunft bringt.

Die Legionäre Lukas Jurik, Luke Salazar, Shane Sims, Craig Switzer, Marek Malik und aller Voraussicht nach auch die beiden Donati-Zwillinge Justin und Tyler werden heute ihr letztes Heimspiel im Haie-Dress bestreiten. Das Publikum kann sich beim Fernsehspiel (Servus TV) ein Bild davon machen, wie viel Charakter in jedem einzelnen dieser Herren steckt. Zumindest von Seiten der Gäste ist im engen Kampf um die beiden verbleibenden Play-off-Plätze keine Trägheit zu erwarten: Denn mit einem Sieg in Innsbruck kann Dornbirn einen weiteren großen Schritt in Richtung Viertelfinale machen.

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