30 Schüler müssen zu Hause bleiben

Die Impfpasskontrollen nach einer Masernerkrankung am Telfer Gymnasium haben Konsequenzen.

Von Nikolaus Paumgartten

Telfs –Der Anfang der Woche bekannt gewordene Masernfall am Telfer Gymnasium hat nun für Schüler und Lehrer Konsequenzen. Wie berichtet, wurden gestern bei den rund 500 Kindern und Jugendlichen der Schule die Impfpässe kontrolliert. Wer keine Immunität gegen Masern nachweisen konnte – entweder durch Impfschutz oder durch eine frühere Masernerkrankung –, muss vorerst zu Hause bleiben. Betroffen von diesem vorläufigen Schulbesuchsverbot sind nach aktuellem Stand rund 30 Schülerinnen und Schüler der Unterstufe.

„Leider ist die Impfmoral in diesem konkreten Fall nicht so gut“, stellt Anita Luckner-Hornischer von der Landessanitätsdirektion in Anbetracht der relativ hohen Anzahl Nichtgeimpfter fest. Die Betroffenen müssen nun drei Wochen – ausgehend vom Letztkontakt mit dem erkrankten Unterstufenschüler – zu Hause bleiben. Sie dürfen damit erst ab dem 10. März wieder den Unterricht besuchen, erklärt Schuldirektor Alfred Kerber.

Auch die Lehrpersonen mussten ihre Impfpässe vorlegen. Weil sie durch ihre Tätigkeit in den verschiedenen Klassen als besonders gefährdet gelten, sich anzustecken und vor allem die Krankheit weiterzuübertragen, wurde bei ihnen außerdem Blut zur Bestimmung von Masern-Antikörpern abgenommen. Derzeit finden die Auswertungen statt, eine Lehrperson wurde vorsorglich bereits vom Unterricht freigestellt. „Ich würde allen Eltern ans Herz legen, zumindest einmal ihr Kind gegen Masern impfen zu lassen“, empfiehlt Luckner-Hornischer. Eine zweite Impfung erhöhe allerdings die Chance der Immunisierung.

Die Nachricht vom Masernfall am Telfer Gymnasium habe viele Eltern sensibilisiert und dazu gebracht, nun ihre Kinder nachimpfen zu lassen, berichtet Christian Hilkenmeier, Kinderarzt in Telfs von einer vollen Praxis. Und das sei auch wichtig und notwendig. „Denn obwohl ‚Kinderkrankheit’ harmlos klingt, handelt es sich bei Masern um eine gefährliche Erkrankung“, so Hilkenmeier.

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