Tiroler AK-Vollversammlung: Zangerl wieder Präsident

Die Arbeiterkammer Tirol hat eine neue Führung. Erwin Zangerl wurde von der Vollversammlung zum Präsidenten gewählt. In seiner Antrittsrede fordert er einen „verstärkten Kampf gegen Ausbeuter und Steuerhinterzieher“.

Innsbruck – Die Vollversammlung der Tiroler Arbeiterkammer (AK) hat am Donnerstag Erwin Zangerl zum Präsidenten gewählt. Die 70 Kammerräte bestellten zudem aus ihren Reihen die Vizepräsidenten und den Vorstand für die kommende fünfjährige Funktionsperiode. Die AAB-FCG-Liste Zangerls hatte bei der AK-Wahl Ende Jänner ihre absolute Mehrheit weiter ausgebaut und kam auf 63,95 Prozent (2009: 63,02 Prozent).

Neben Präsident Zangerl wurden Reinhold Winkler, Verena Steinlechner-Graziadei sowie Ambros Knapp (alle Liste Präs. Zangerl AAB-FCG) als Vizepräsidenten bestellt. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Fritz Gurgiser, Anton Pertl, Tanja Ruprecht und Werner Salzburger (alle Liste Präs. Zangerl AAB-FCG) sowie Günter Mayr und Bernhard Höfler (beide Liste Günter Mayr - FSG) sowie Helmut Deutinger (Grüne in der AK) gewählt.

Zangerl forderte in seiner Antrittsrede mehr Respekt gegenüber den Beschäftigten, mehr gute Arbeitsplätze und einen verstärkten Kampf gegen „Ausbeuter und Steuerhinterzieher“. „Es ist unfair, Beschäftigte im Krankenstand zu kündigen oder gar zu entlassen, oder Frauen bei gleichwertiger Arbeit um bis zu ein Drittel niedriger zu entlohnen als Männer. Es wird auch nötig sein, die Frage der Teilzeitarbeit offen zu diskutieren und zumindest Absicherungsmodelle für die drohende Pensionslücke der größtenteils weiblichen Beschäftigten in diesem Bereich zu finden. Es muss Schluss damit sein, dass ältere Beschäftigte aus dem Arbeitsprozess herausgedrängt werden“, erklärte Zangerl in einer Presseaussendung der AK.

Es gelte, alle Kräfte im Land zu bündeln und in einer wirtschaftlich so instabilen Periode den arbeitenden und den arbeitsuchenden Menschen als Interessenvertretung den Rücken zu stärken. „Die höchsten Arbeitslosenzahlen seit Jahrzehnten in Tirol verheißen nichts Gutes. Umso wichtiger ist es jetzt, dass Tempo gemacht wird, damit die angekündigten Konjunkturpakete rasch umgesetzt werden. Jeder Tag Stillstand ist ein verlorener Tag.“ Zudem appellierte der AK-Präsident an das Land und die Sozialpartner, einen Weg des gerechten Verteilens der Mittel zu finden. (tt.com, APA)


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