Die Narren hatten in Schwaz, Jenbach und Reutte das Sagen

In einigen Tiroler Orten wurde am Unsinnigen Donnerstag das Faschings-Finale eingeläutet. In Schwaz, Jenbach oder Reutte trieben es die Narren traditionell bunt.

Schwaz, Jenbach, Reutte – Für die nächsten fünf Tage steht die Stadt Schwaz wieder unter der Regentschaft von Faschingsbürgermeister „Jägga“. Am Unsinnigen Donnerstag um 14 Uhr übergab ihm Bürgermeister Hans Lintner traditionell den Schlüssel der Stadt und die Bürgermeisterkette. Nach dem Narrenruf „Prost Salve“ konnten die zahlreichen Verkleideten die Brauchtumsgruppe Schwaz bewundern. „Passt mir auf die Kassa auf. Da ist nur noch das Geld für die Vereinssubventionen drinnen“, mahnte der Jenbacher Bürgermeister Dietmar Wallner, als er am Unsinnigen Donnerstag an Klaus Omenitsch den Schlüssel für die Amtsführung in der Marktgemeinde bis zum Faschingsdienstag übergab.

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Ihren großen Auftritt hatte die Narrengilde, die sich lange im Dornröschenschlaf befand und im Vorjahr wieder belebt wurde. Das Zepter führte dort Barbara Wildauer. Ehrensenatoren der Gilde wurden Gerhard Trenkwalder, Klaus Omenitsch und Eusebius Lorenzetti. Für Hits aus den Achtzigern sorgte der Trachtenverein, musizierende Schotten stellte der Figlclub.

Mehr Unsinn war in Reutte nicht möglich

Die Mitglieder der Faschingsgilde Reutte konnten ein Fläschchen öffnen und zufrieden Bilanz ziehen. Denn der Unsinnigenumzug in Reutte lockte am Donnerstag Menschenmassen wie schon Jahre nicht mehr ins Zentrum des Bezirkshauptortes. Mildes Wetter gepaart mit Sonnenschein hatten Tausende zum Kommen verleitet.

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Mehr als eine Visitenkarte gaben dabei die Gäste aus dem Allgäu beim Unsinnigen­umzug ab. Sie waren gleich mit mehreren Wagen vertreten. Aber auch unter den Zuschauern machten sich die bayerischen Nachbarn lautstark bemerkbar. Besonderen Applaus erhielt auch heuer wieder die Heiterwanger Faschingsabordnung. Auf einem riesigen Wagen tanzten sie das Musical „Grease“ nach. Fliegende Petticoats und Pomaden gemischt mit perfekten Tanzeinlagen hinterließen bleibende Eindrücke.

Auch Weißenbachs Zuderer waren gleich mit mehreren Maschgerern vertreten. Ein liebevoll nachgebauter Doppeldecker zeigte etwa die Mühen, die so manche Truppe im Vorfeld auf sich genommen hatte. Von Schneewittchen zu Dinosaurier über Hannibal Lecter und Froschkönig bis hin zum jamaikanischen Bobteam – alles was sich die Märchen-, Film- und Showwelt in den letzten Jahren einfallen hat lassen, war im Markt zu sehen. (mm, zw, hm, TT.com)

Video: Weckruf in Weer

Um 6 Uhr starteten in Weer Schellenschlager und Peitschenschnöller am „Unsinnigen“ zum traditionellen Weckruf durch das Ortszentrum.

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Unsinniger Donnerstag in Reutte.

© Wolfgang Wohlgenannt

Unsinniger Donnerstag in Schwaz.

© Michael Mader

Unsinniger Donnerstag in Schwaz.

© Michael Mader

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