Expandierende Gemischtwaren

Die VW-Konzernmarken präsentieren wie gewohnt kunterbunte Abwechslung.

Mit dem T-Roc zeigt Volkswagen, wie ein subkompaktes SUV, womöglich auf Basis des nächsten Polo, aussehen könnte.Fotos: Höscheler

Genf –Das Konglomerat ist ein ungewöhnlich erfolgreiches: Der VW-Konzern reüssiert seit Jahren mit einer Vielfalt von Baureihen, die vom Motorrad bis zum schweren Lkw praktisch alles im Markt abdecken, wenn es um motorisierte Mobilität geht. Nicht alle Bereiche florieren, aber die meisten. Die, denen es gut geht, erhalten sorgsame Pflege. Jene, die kämpfen, dürfen auf mehr Aufmerksamkeit zählen. Bestes Beispiel dafür ist die spanische VW-Tochter Seat, die seit Jahren mit einem Bilanzminus und Absatzproblemen hadert. Aber 2013 gab es einen grellen Lichtblick, dank der erneuerten Produktpalette rund um den Kompaktwagen Leon. Der entwickelt sich zum Renner und wird stetig ausgebaut. Jüngstes Derivat, gezeigt in Genf, ist die 280 PS starke Topversion Cupra, die im Frühjahr in den Handel kommt.

Eine eher unproblematische Tochter für die Wolfsburger Zentrale hat in Tschechien ihr Zuhause und analog zum Leon ebenfalls einen neuen Kompaktwagen im Sortiment. Der Octavia von Škoda, wie der Leon (und nebenbei: auch der Golf und der A3) der Fertigungstechnik MQB (Modularer Querbaukasten) entspringend, ist bereits mit einigen Ablegern am Markt, andere werden folgen, darunter der Offroad-Kombi Scout, der in Genf ebenso im Rampenlicht strahlt wie die Erdgasvariante des Octavia (G-Tec). Fürs Auge haben die Škoda-Designer den Vision C entworfen, der ein viertüriges/fünftüriges Coupé auf Octavia-Basis vorwegnimmt.

Alles andere als nackt ist Audi nach Genf gereist: Die Ingolstädter sind mit neuen TT-Modellen angereist, darunter ein serienreifes Coupé und ein sportliches Concept Car. Dynamisches Fahrvergnügen ist programmiert, wenn das Fabrikat im Herbst auf den Markt kommen wird. Früher erreichen uns der 231 PS starke S1 (als Drei- und Fünftürer) und das 300 PS starke S3 Cabriolet. Noch mehr Aufmerksamkeit verdient die dritte TT-Generation, die vorerst als Coupé-Variante in der Auslage steht. Eine Roadster-Spielart dürfte – zumindest in Form einer Vorstellung – in der zweiten Jahreshälfte folgen.

Es geht noch rasanter: Lamborghini hat nach mehr als 14.000 verkauften Gallardo-Einheiten einen Nachfolger in Genf auffahren lassen: den 610 PS starken Huracán. Der Allradler sprintet in 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h, in 9,9 Sekunden von null auf 200 km/h. Erst bei Tempo 325 km/h muss sich der Supersportwagen mit dem Beschleunigungsende abfinden. Noch eher für den Stillstand gezeichnet hat Volkswagen das Concept Car T-Roc: Daraus könnte sich bald ein subkompaktes Serien-SUV entwickeln. Bereits vor Produktionsbeginn stehen die überarbeiteten Baureihen Polo und Scirocco sowie der Plug-in-Hybrid Golf GTE. (hösch)

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