Kleinstadt seit drei Wochen unter dichter Qualmglocke

In der Nähe der australischen Kleinstadt Morwell brennt eine Kohlemine. Die Behörden wollen den Ort evakuieren.

Sydney – Die australischen Behörden haben Bewohner einer wegen einer brennenden Kohlenmine seit drei Wochen in dichten Qualm gehüllten Stadt zum Verlassen des Ortes aufgefordert. Alte Menschen, Schwangere, Kinder und Menschen mit Herz- oder Atemwegserkrankungen sollten vorläufig aus Morwell wegziehen, forderte die Chefin der Gesundheitsbehörden des Bundesstaates Victoria, Rosemary Lester, am Freitag.

Die 14.000-Einwohner-Stadt 150 Kilometer östlich von Melbourne liegt seit Wochen unter einer Qualmglocke, nachdem eine Kohlemine bei einem Buschbrand Feuer gefangen hatte. Die Feuerwehr rechnet damit, dass der durch die Kohlevorräte und große Hitze genährte Brand noch rund ein Dutzend Tage weiter schwelen wird. Die Bewohner von Morwell klagen inzwischen über Atemnot, Kopfschmerzen, Schlafprobleme und blutigen Hustenauswurf.

Je länger empfindliche Menschen den Rußpartikeln in der Luft ausgesetzt seien, desto höher sei die Gesundheitsgefährdung, warnte Lester. Risikogruppen sollten deshalb die Region vorsichtshalber verlassen. (APA/AFP)


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