„Die Bettler sind nicht aggressiv“

Innsbruck – Durch Verbote sei die Bettelproblematik nicht zu lösen, erklärt Elisabeth Hussl von der Bettellobby Tirol, einem österreichweite...

Innsbruck –Durch Verbot­e sei die Bettelproblematik nicht zu lösen, erklärt Elisa­beth Hussl von der Bettellobby Tirol, einem österreichweiten Netzwerk gegen das Bettelverbot. „Nicht Menschen, die betteln, sind aggressiv. Momentan ist es die Stimmung, die dagegen gemacht wird.“ Gerade in Innsbruck werde momentan versucht, das Thema politisch zu nutzen. Für Hussl ist klar, dass rund um die Problematik vieles unklar ist. „Es beginnt damit, dass der Verfassungsgerichtshof hier vieles nicht klar definiert hat.“ Und nun besteh­e überall große Unsicherheit, was erlaubt ist und was nicht. Die Aktivistin fragt: „Ab wann ist etwas ‚organisiertes‘ Betteln?“

Bettelverbote, und die diskutierten Pläne kommen dem gleich, würden die Grundrechte eindeutig gefährden. Sie widersprechen dem Recht auf Privatleben und freie Lebensgestaltung, der Meinungsäußerungsfreiheit.

Anfang April will sich die Bettellobby in Innsbruck zu einem Symposium treffen – und dazu auch Rechts­experten einladen. (mw)


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