Saubere Sache für die Feuerwehr

Die Lebenshilfe Tirol feierte die Neueröffnung der Wäscherei in Ramsau. Hier werden nun auch Feuerwehrmonturen gereinigt.

Ramsau – Das Service der Wäscherei in Ramsau wird seit Jahren von Privatpersonen, Hoteliers, öffentlichen Einrichtungen und Molkereien genutzt. Jetzt wurde die Wäscherei am ursprünglichen Standort generalsaniert und wartet mit einem besonderen Angebot auf – das Waschen von kontaminierten Feuerwehrgarnituren.

„Die Schutzbekleidung ist durch Ruß, Rauch, Öl und Gase belastet und braucht daher eine Spezialbehandlung, die früher nur in weit entfernten Wäschereien möglich war“, erklärt Bezirksfeuerwehrkommandant Hans Steinberger. „In der Lebenshilfe wird die über 800 Euro teure Schutzbekleidung optimal behandelt. Ganz Tirol beneidet uns, dass wir die Wäscherei ,RAMSAU-BER‘, wie sie von uns genannt wird, als Partner haben.“

Möglich wird dieses neue Service durch die Anschaffung eigener Wasch- und Trockenmaschinen, die nur für die Monturen verwendet werden. Markus Bellinger, der die Feuerwehrgarnituren annimmt, weiß genau, was man bei der Pflege der Monturen beachten muss: „Sie werden bei uns gewaschen und imprägniert, dann kommen sie in den Trockner hinein, werden gewendet und nochmals getrocknet.“

Die Lebenshilfe Tirol hat sich in den letzten Jahren auf gemeindenahe Dienstleistungen spezialisiert und richtet ihr Angebot in der Region danach aus. Eine Win-win-Situation für alle Seiten, wie Lebenshilfe-Geschäftsführer Oliver Gosolits weiß. „Wir erbringen wertvolle Arbeiten für das Gemeinwohl und unsere Leistungen erfreuen sich großer Beliebtheit in der Region. Hinzu kommt, dass wir durch das vielfältige Angebot jedem Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz im Zillertal bieten können, der seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen entspricht“, so Gosolits. In der Wäscherei sind sieben Personen beschäftigt.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Zum Arbeitsverbund Zillertal gehören auch der Bahnhof Uderns, die Werkstätte Ramsau und die Kantine Ramsau, die den Kindergarten und Schule mit gesunder Jause und die Senioren mit Essen auf Rädern versorgt. Bezirkshauptmann Karl Mark, Vereinsobmann der Lebenshilfe Schwaz, betont, nicht nur die materielle, sondern auch die ideelle Verbundenheit mit Menschen mit Behinderungen sei wichtig. (TT)


Kommentieren


Schlagworte